Bischof Franz-Josef Bode bittet um Entschuldigung. Am Ende des Gottesdienstes zur Verabschiedung von Theo Paul und der Einführung von Ulrich Beckwermert in das Amt des Generalvikars am 20. September im Dom hatte Bode mit Blick auf Paul und Beckwermert, die beide lange in der Frauenseelsorge tätig waren, gesagt: “Wer mit den Frauen umgehen kann, kann auch mit einem Bistum umgehen.”

Diese Äußerung hatte zu unterschiedlichen Reaktionen geführt, teilweise zu empörten Kommentaren. Besonders deutlich fiel die Antwort von Daniel Bogner, Professor für Moraltheologie in Freiburg/Schweiz, aus: “Es ist ein déjà-vu: Alles, was diese katholische Kirche für so viele zur Katastrophe macht, tritt in dieser kurzen Szene vor Augen. Nun mag man fragen: Na, muss man denn derart streng sein? War der Amtsträger, der ja auch ein Mensch ist, hier nicht nur tollpatschig, der Sache nach aber doch wohlmeinend und halt wohl etwas naiv? Ja, das mag sein. Aber […] Naivität schützt nicht davor, für Fehler kritisiert zu werden. Das gilt umso mehr, wenn diese Fehler als Ausdruck fehlerhafter Strukturen und einer unheilvollen Grundhaltung gedeutet werden müssen.”

Bischof Franz-Josef Bode hat mittlerweile um Entschuldigung gebeten. In einem Blog auf der Bistumshomepage schreibt er: “Das hätte ich nicht sagen sollen. Es war in keinerlei Hinsicht hilfreich. Viele Frauen (und auch Männer) haben sich darüber geärgert, und so ärgere ich mich gerade über mich. Wer mich kennt und meine Arbeit in der Frauenkommission der Bischofskonferenz, aber auch in unserem Bistum, weiß, dass das nicht meiner Art und meinem Anspruch zum Thema Frauen in Kirche und Gesellschaft entspricht.”

Bericht: Alexander Bergel
Bild: Bistum Osnabrück

 
Den Artikel von Daniel Bogner finden Sie hier.
Die Reaktion des Bischofs können Sie hier nachlesen.
Einen Artikel auf katholisch.de finden Sie hier.