Unter diesem Leitwort trafen sich Pastoralteam, Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat von Christus König am 8. und 9. Oktober in der Angelaschule. Endlich war wieder eine längere, reale Begegnung möglich – mit viel Programm im Konferenzraum und auch mit geistlichen Impulsen und gemeinsamem Essen draußen in der Herbstsonne.

Am Freitagabend stand zunächst die nähere Zukunft auf der Tagesordnung. Die jüngste Corona-Verordnung macht es möglich, nun auch Gottesdienste unter 2G-Bedigungen feiern zu können. Darüber diskutierten wir und beschlossen, dass der Sonntagsgottesdienst um 11 Uhr ab dem 1. Advent wieder in der Heilig-Geist-Kirche stattfindet – unter 2G-Regeln. Weihnachten wird es in St. Franziskus und Heilig Geist 2G-Gottesdienste geben. Näheres dazu finden Sie hier. Weitere Informationen zu den angepassten Corona-Regeln können Sie hier nachlesen.

Samstag ging es dann um unsere Zukunft als Pfarrei Christus König. Ein realistischer Blick darauf bedeutet, die Veränderungen nicht auszublenden: Die Krise unserer Kirche wird auch hier vor Ort spürbar, im Rückgang der Zahlen bei Gottesdienstbesuchern und Ehrenamtlichen ebenso wie in Sorgen über personelle und finanzielle Ressourcen. In der Klage stecken zu bleiben führt jedoch nicht weiter. Und: Wir sind ja – trotz allem –  noch da. Aber warum eigentlich? Die gemeinsame Tagung schenkte uns Zeit, voneinander zu erfahren, was uns nach wie vor in unserem Glauben und auch in unserem haupt- oder ehrenamtlichen Engagement trägt. Dabei wurde deutlich, dass für alle Teilnehmenden vom Evangelium ebenso wie von unserer Pfarrei immer noch und immer wieder viel Kraft ausgeht.

Mit dieser Selbstvergewisserung landeten wir schließlich beim Thema Visionen: Wir möchten weiter Kirche gestalten und Formen finden (alte und neue), die Menschen von heute neugierig machen und durchs Leben begleiten. Und wir möchten zum Mitmachen motivieren. Viele begonnene Wege wollen fortgesetzt werden, zum Beispiel in der Caritasarbeit oder auch in der Beteiligung von Laien an der Gestaltung von Liturgie. Aber auch neue Gedanken wurden formuliert und müssen nun konkretisiert werden: Wie wäre es zum Beispiel damit, als Gemeinde mal in näherer oder weiterer Umgebung zusammen unterwegs zu sein?

Die Zukunft unserer deutschen Kirche kam dann am Samstagnachmittag ins Visier. Katharina Abeln, die Vorsitzende des Katholikenrats im Bistums Osnabrück, erzählte von ihren Erfahrungen als Vertreterin beim Synodalen Weg. Sie persönlich erlebt das Arbeiten rund um die vier großen Themen Macht, priesterliche Lebensform, Frauen und Sexualität als hoffnungsvoll. Uns als Akteurinnen und Akteure vor Ort ermutigte sie dazu, uns »das Positive, was wir in der Kirche immer noch erleben, nicht aus den Händen reißen zu lassen«. Außerdem müssten Beteiligung und die anderen Themen der Synodalforen in den Gemeinden diskutiert und vor allem praktiziert werden. Manchmal brauche es auch ein bisschen »pastoralen Ungehorsam«, um Dinge in die richtige Richtung voranzubringen.

Am Ende unserer Klausurtagung waren wir uns sicher, dass die Zukunft spätestens jetzt begonnen hat. Dafür sind wir gut aufgestellt, denn wir erleben in Christus König bereits viel Zukunftsorientierung und als Grundlage ein wertschätzendes Miteinander, das uns gerne dabei sein lässt. Die Tagung der drei Leitungsgremien hat uns darin bestärkt, uns für unsere Visionen ins Zeug zu legen, weil wir voneinander gehört haben: Es gibt genug Gründe, zu bleiben. Wir haben noch Lust und auch Ideen. Und nicht nur im Osnabrücker Norden bewegt sich was.

Vielleicht haben Sie ja auch Gedanken zu unseren Themen? Oder Sie möchten ins Gespräch kommen? Melden Sie sich gerne!

pgr@christus-koenig-os.de
kv@christus-koenig-os.de

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Bericht: Simone Kassenbrock
Bild: Dirk Schnieber