Mit der Königinfigur im Arm, geschnitzt vom Künstler und Diakon Ralf Knoblauch aus Bonn, erinnerte Andrea Tüllinghoff in dem Gottesdienst mit Krankensalbung an die Würde eines jeden Menschen. „Auch wenn die Königin aus altem Eichenholz Blessuren trägt und nur einen Arm hat, so hält sie sich dennoch aufrecht und zeigt uns ihre Würde.“ Um sich diese königliche Würde zusprechen zu lassen, auch und besonders in Krankheit und im Alter, kamen Menschen mit Rollator, in Rollstühlen, mit und ohne Hilfe am Freitagnachmittag in der Franziskuskirche zusammen.

Einen besonderen Moment erlebten ca. 25 Gottesdienstbesucher, als ihnen von Pfarrer Alexander Bergel die Krankensalbung gespendet wurde. „Gottes Liebe soll spürbar sein – sie soll unter die Haut gehen. Denn Gott möchte aufrichten und uns seine Nähe und Kraft schenken!“, so erklärte Alexander Bergel die Bedeutung des Sakraments. „Das war ein ganz berührender und besonders intensiver Moment“, beschrieb eine Gottesdienstbesucherin die Salbung ihrer Stirn und ihrer Handflächen. „Das hat gut getan!“

Und natürlich gehört zu so einem besonderen Gottesdienst auch immer das gemütliche Zusammensein danach, und darum nahmen viele von denen, die am Gottesdienst teilgenommen hatten, die Einladung zu einer Tasse Kaffee und Keksen an. So saß man noch einige Zeit in großer Runde vor dem Seniorenzentrum St. Franziskus zusammen, tauschte sich aus, erzählte sich etwas und war sich sicher: „Es wäre schön, wenn so ein Gottesdienst auch im kommenden Jahr stattfinden würde.“

Einige Bilder der Feier finden Sie hier.

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Bericht: Gisela Schmiegelt
Bild: Thomas Osterfeld