Die Diskussion nimmt immer mehr Fahrt auf: Sollen wir wieder öffentlich Gottesdienst feiern? Und wenn ja: wie? Während manche sehr laut und sehr stark fordern, dass es bald wieder losgehen müsse, fragen sich andere, ob das sinnvoll ist. Sehr spezielle Regeln wären die Folge: Teilnehmerbegrenzung, massive Hygieneregelungen und vieles mehr. Erste Erfahrungen in anderen Bundesländern zeigen das.

Nun hat die Niedersächsiche Landesregierung die Feier öffentlicher Gottesdienste wieder erlaubt. Das Bistum hat in einem Maßnahmenkatalog Kriterien festgelegt, nach denen solche Gottesdienste ab dem 11. Mai wieder möglich sind. Die Gemeinden vor Ort werden sich dazu verhalten und dann Entscheidungen treffen müssen – für oder gegen den Wiederbeginn öffentlicher Gottesdienste.

Im Pastoralen Team haben wir darüber beraten, auch in den Gremien ist es Thema. Eine Entscheidung für unsere Pfarrei ist nun gefallen. Immer ging und geht es um Fragen wie diese: Was ist sinnvoll? Was verantwortungsbewusst? Was hilft uns weiter? Und: Wenn es wirklich wieder öffentliche Gottesdienste geben soll, muss es dann die Eucharistiefeier sein? Der Blick auf die massiven Hygienevorschriften legt diese Frage nahe. Sind andere Formen daher nicht vielleicht sinnvoller: Wort-Gottes-Feiern, Tagzeitenliturgie? Und etwas grundsätzlicher: Wie können wir in dieser Krise als Kirche glaubhaft das tun, was wichtig und richtig ist? Wie stehen gefeierte Liturgie und verkündeter und gelebter Glaube in einem positiven Spannungsfeld?

Sie finden hier einige Beiträge und Meinungen, die sich mit diesen Fragen beschäftigen. Wir werden diese Seite in der kommenden Zeit laufend ergänzen.

Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki fordert die baldige Erlaubnis zur Feier öffentlicher Gottesdienste. Einen Bericht vom 15. April über seine Maßnahmen und die Meinung anderer Bischöfe lesen Sie hier.

Sind unsere Gottesdienstausfälle nicht Luxusprobleme? Mit dieser Frage beschäftigt sich Gerhard Feige, der Bischof von Magedburg. Seine Gedanken dazu vom 20. April können Sie hier lesen.

In einem weiteren Beitrag vom 27. April spricht Feige gar von einem Pyrrhussieg. Das Interview im Wortlauf finden Sie hier.

Einen Bericht über den ersten öffentlichen Gottesdienst in Leipzig vom 21. April finden Sie hier.

Auch andernorts stellen sich die Verantwortlichen dieser Frage. Einen Bericht über Gottesdienste in unseren Nachbarländern vom 22. April finden Sie hier.

»Was ist mit Lieschen Müller?« In seinem Video vom 22. April stellt sich Carsten Leinhäuser diese Frage. Und gibt ein paar Antworten.

Wenn es wieder zu öffentlichen Gottesdiensten kommt, geht das nicht ohne entsprechende Hygienemaßnahmen. Was das bedeutet, zeigt der Blick auf die Verordnung des Bistums Erfurt vom 23. April. Einen Bericht darüber können Sie hier lesen.

Ähnlich lesen sich die Empfehlungen der Deutschen Bischofskonferenz zur Feier der Liturgie in Zeiten der Corona-Krise vom 24. April. Das Dokument finden Sie hier.

Eine grundsätzliche liturgietheologische Überlegung unter der Überschrift »Das Coronavirus als liturgischer V-Effekt« finden Sie hier.

Kirchliches Leben in Zeiten von Corona – darüber macht sich Stefan Heße, der Erzbischof von Hamburg, Gedanken. Auch zur Frage öffentlich gefeierter Gottesdienste äußert er sich sehr differenziert. Das Video können Sie hier anschauen.

»Hinten anstellen!« Im Wort zum Sonntag vom 25. April legt Christian Rommert seine Sicht der Dinge dar. Hier können Sie es hören.

Sonntags wieder Messe feiern? Zu dieser Frage äußert sich auch Martin Stuflesser, Professor für Liturgiewissenschaft in Würzburg. Den Artikel vom 28. April finden Sie hier.

Vorerst keine Eucharistiefeiern! Welchen Weg das Bistum Würzburg beschreiten will, lesen Sie hier.

»Es wäre ein befreiendes Zeichen der Solidarität, wenn Kirche noch auf öffentliche Gottesdienste verzichtet.« Meint Bernd Hillebrand, Professor für Praktische Theologie in Freiburg. In seinem Artikel vom 28. April können Sie lesen, warum.

Hier lesen Sie einen Bericht über den ersten öffentlichen Gottesdienst im Kölner Dom vom 3. Mai.

Wie es aussieht, wenn ein Bischof ernst macht und auf Gottesdienste vorerst verzichtet, können Sie im Hirenbrief von Bischof Gerhard Feige vom 6. Mai nachlesen.

»Kein Bischof verordnet böswillig eucharistische Diät«, sagt Martin Stuflesser, Professor für Liturgiewissenschaft in Würzburg. Er berichtet von ersten Erfahrungen mit öffentlich gefeierten Gottesdiensten, freut sich über viel Kreativität in den Gemeinden, gibt aber auch zu bedenken, welche Gefahren ein Gottesdienstbesuch nach wie vor mit sich bringt. Den Artikel vom 19. Mai finden Sie hier.

Er habe nach wie vor »große Bedenken«. Dennoch lässt der Bischof von Magedburg in seinem Bistum wieder öffentliche Gottesdienste zu. Wenngleich er einen Verzicht auch weiter für möglich und angemessen hält. Den Artikel vom 22. Mai können Sie hier lesen.

Sie möchten darüber ins Gespräch kommen oder Ihre Meinung sagen? Schreiben Sie uns gerne einen Brief, rufen Sie uns an oder schreiben Sie eine Mail an alexander.bergel@christus-koenig-os.de oder an pgr@christus-koenig-os.de