Am 13. und 14. November sind 54 Jugendliche aus unserer Pfarrei in zwei festlichen Gottesdiensten gefirmt worden. Zu Beginn der Feiern am Samstag und Sonntag in St. Franziskus haben die Firmlinge ihre Familien, alle mitfeiernden Gäste und Generalvikar Ulrich Beckwermert begrüßt, der im Auftrag des Bischofs gekommen war, um mit uns die Firmung zu feiern.

In seiner Predigt ging Beckwermert auf die von den Jugendlichen ausgewählten biblischen Geschichten ein: die Sintfluterfahrung der Arche Noah und die Begegnung des Zöllners Zachäus mit Jesus. Die Taube mit ihrem grünen Zweig im Schnabel sei ein Hoffnungszeichen gewesen – nicht nur damals, sondern auch heute, so der Generalvikar.

Wie oft machten Menschen unserer Tage die Erfahrung, dass ihnen das Wasser bis zum Hals stehe und eigentlich alles ausweglos sei. Der Blick in das eigene Leben, der Blick in die Welt und der Blick in die Kirche mit all ihrer Abgründigkeit lasse oft keinen anderen Schluss zu. Auch die aktuellen Vorgänge um einen Pfarrer der Stadt Osnabrück, der wegen des Verdachts des Besitzes kinderpornographischen Materials vom Dienst suspendiert wurde, ließ Ulrich Beckwermert in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt.

Die Taube habe einen grünen Zweig im Schnabel – das Hoffnungszeichen schlechthin. Mit Blick auf die Jugendlichen sagte Beckwermert: »Heute seid ihr ein solches Hoffnungszeichen. Denn ihr habt euch auf den Weg des Glaubens gemacht, ihr stellt Fragen, diskutiert, sammelt Erfahrungen – und das trotz allem in dieser Kirche. Ihr seid junge Hoffnungsträger, aber ganz gewiss keine Grünschnäbel!«, griff der Generalvikar das Bild der Taube mit dem grünen Zweig im Schnabel auf und verband das mit einem großen Dank dafür, »dass ihr da seid!«

Die Firmfeiern werden vielen wohl auch deshalb in guter Erinnerung bleiben, weil die musikalische Gestaltung eigentlich nur mit dem Prädikat »grandios« versehen werden kann: Lennart Schliehe an Klavier und Orgel, Marie Schnieber am Saxophon sowie Theresa Schnieber und Martin Unland am Klavier haben zusammen mit unserem Chor CreDur eine einzigartige Atmosphäre gezaubert. Von neuem geistlichen Lied über Pop- und Jazzklänge bis zur Toccata von Widor, die Lennart am Schluss präsentierte, war alles dabei. Und wenn man bedenkt, dass Lennart und Marie »nebenbei« auch noch gefirmt wurden – unglaublich …

Wir schauen zurück auf tolle Firmgottesdienste, eine starke Predigt, wunderbare Musik und auf gefirmte Jugendliche, die auf je eigene Weise zu Zeuginnen und Zeugen eines Gottes werden, der die Nähe der Menschen sucht und – wie in der Geschichte von Zachäus – jede und jeden so nimmt, wie er, wie sie ist. Ein großes Dankeschön an das Team der Katechetinnen und Katecheten! Herzlichen Glückwunsch den Firmlingen und der ganzen Gemeinde!

Alexander Bergel

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Bild: Katharina Wagner
In: Pfarrbriefservice.de