Am Silvesterabend hat Bischof Franz-Josef Bode die traditionelle Silvesterpredigt gehalten. Angesichts der Coronakrise und den mit ihr verbundenen beschleunigten gesellschaftlichen Veränderungen sieht er die Kirche vor einer Zeitenwende. Wie diese aussehen werde, könne man noch nicht klar erfassen, so der Osnabrücker Bischof weiter. „Wie spüren aber, dass sie bevorsteht.“

Die Verunsicherung und Angst seien groß angesichts der Abbrüche von Traditionen, von religiösem Wissen, von den Zahlen derer, die zum Gottesdienst kommen. Vieles gehe verloren, was Kirche heute ausmache, so der Bischof im Dom St. Petrus in Osnabrück. Es blieben aber tragfähige Steine, die neu geschichtet werden müssten. „Mit diesen Steinen lässt sich weiterbauen an Räumen, die offen und weit sind und zugleich erkennbar als Haus Gottes und Leib Christi, lebendig durch die Menschen, die sich den neuen Herausforderungen stellen.“

Die Christen seien herausgefordert, sich in die säkulare Welt einzubringen. Diese Erwartung hätten auch nach wie vor viele Menschen. „Kirche darf niemals an den Niedergeschlagenen am Wege vorbeigehen und sie liegenlassen, ob sie einheimisch oder fremd sind. Die christlichen Kirchen müssen zusammen mit allen Menschen guten Willens die Herberge sein, in der Heilung an Leib und Seele möglich wird“, sagte Bode.

Den ganzen Predigttext können Sie hier nachlesen.

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Bild: Peter Weidemann
In: Pfarrbriefservice.de<