Im Alter von 81 Jahren ist Pfarrer Roland Seider plötzlich und unerwartet verstorben. »Ein Priester nah am Menschen«, so würdigte der Pfarrbrief 17 vor 11 im Sommer 2009 den gerade in den Ruhestand verabschiedeten Pfarrer der damals noch eigenständigen Pfarrei Heilig Geist, die dieser seit 2002 geleitet hatte.

Seider habe immer Wert darauf gelegt, dass Gemeinde durch ihre Mitglieder existiere und von ihnen lebe, beschrieb Peter Klösener den beliebten Pfarrer. Roland Seider habe sich nicht als »Allestäter« verstanden, sondern als ein Priester, der »Raum zum Engagement und zum Experimentieren um der Sache Gottes willen« gebe, als ein Priester, der als überzeugter Christ zur Seite stehe, um Orientierung zu bieten. Obwohl für Roland Seider die Messe der Mittelpunkt gewesen sei, habe man ihn doch nicht als einen Mann kennengelernt, der nur im Kirchengebäude wirke. Er sei »mitten drin« gewesen und habe mit seiner lyrischen Ader die »Klammer zwischen Christsein und Alltag treffend beschrieben«.

In den letzten Jahren lebte Roland Seider als Krankenhausseelsorger in Reinbek. Dort ist er nun völlig überraschend gestorben. Wir erinnern uns gerne an ihn, sind dankbar für die Zeit, die er in Heilig Geist gelebt und Menschen berührt hat, und bitten den Auferstandenen um das Leben bei ihm – um jenes Leben, das Roland Seider verkündet und worauf er zutiefst gehofft hat.

Alexander Bergel

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Eine Würdigung des Verstorbenen durch die Pfarrei Heilige Elisabeth in Reinbek, in der Roland Seider seit seinem Wegzug aus Osnabrück gelebt hat, sowie Hinweise zur Mitfeier des Requiems am 12. Februar um 9 Uhr mit Erzbischof Stefan Heße per Livestream finden Sie hier.

Den Nachruf der Pfarrei St. Lambertus in Ostercappeln, in der Roland Seider vor seiner Zeit in Heilig Geist als Pfarrer tätig war, können Sie hier lesen.

Die Traueranzeige der Pfarrei Christus König in der NOZ vom 6. Februar finden Sie hier.