Unter anderem in Deutschland wird wegen des Priestermangels mit unterschiedlichen Formen der Gemeinde- und Pfarreileitung experimentiert. Dem schiebt der Vatikan jetzt mit einer neuen Verordnung einen Riegel vor. Er lehnt Leitungsverantwortung für Laien, wie sie zum Beispiel unsere ehemalige Pastorale Koordinatorin Christine Hölscher nun in Bad Iburg und Glane wahrnimmt, ab – und noch manches mehr.

Der Tag der Veröffentlichung der Instruktion, der 29. Juni, also das Hochfest der Apostel Petrus und Paulus, ist sicher nicht zufällig gewählt. Beim Tag der Entgegnung durch unseren Bischof, dem 22. Juli, also dem Fest der Apostelin Maria Magdalena, sollte man einen ähnlichen Vorsatz zumindest nicht ganz ausschließen …

Die Instruktion »Die pastorale Umkehr der Pfarrgemeinde im Dienst an der missionarischen Sendung der Kirche« vom 29. Juni können Sie hier nachlesen.

Eine Zusammenfassung und Einordnung vom 20. Juli finden Sie hier.

Wie Markus Nolte, Chefredakteur der Münsteraner Kirchenzeitung Kirche + Leben in seinem Kommentar vom 20. Juli die Lage bewertet, können Sie hier nachlesen.

Über deutschlandweite Reaktionen berichtet dieser Beitrag vom 21. Juli.

Eine sehr klare Stellungnahme geben auch Bischof Franz-Josef Bode und der Sprecher des Osnabrücker Priesterrats, der Bremer Propst Bernhard Stecker, ab. Den Artikel vom 22. Juli finden Sie hier.

Der Erzbischof von Köln, Kardinal Rainer Maria Woelki, hingegen begrüßt die römische Instruktion und sieht darin wertvolle Perspektiven. Den Artikel vom 23. Juli können Sie hier nachlesen.

Ludwig Schick, der Erzbischof von Bamberg, nimmt eine theologische Bewertung der Instruktion vor, die einer Ohrfeige für die Verfasser in Rom gleich kommt. Sein Statement vom 23. Juli finden Sie hier.

Eine leitende Ordensfrau findet bewegende Worte für das, was sie da aus Rom hören muss. In Maria von Magdala findet sie eine Verbündete. Ihre Gedanken, veröffentlich am 23. Juli in der Münsteraner Kirchenzeitung Kirche + Leben, finden Sie hier.

Eine Einordnung und Bewertung der Lage nimmt Thomas Schüller, Professor für Kirchenrecht in Münster, vor. Das Interview im Deutschlandfunk Kultur vom 25. Juli können Sie hier lesen und hören.

»Ein Papier der Hilflosigkeit« nennt Christiane Florin im Deutschlandfunk die Instruktion aus Rom. Im Interview vom 27. Juli mit Georg Essen, Theologieprofessor in Berlin, geht sie der Frage nach, warum das so ist. Das Interview können Sie hier nachlesen.

Gerhard Feige, der Bischof von Magdeburg, wendet sich in einem Schreiben vom 27. Juli an die Christinnen und Christen in seinem Bistum und findet ermutigende Worte. Seinen Brief können Sie hier nachlesen.

Der Präfekt der Kleruskongregation, Kardinal Beniamino Stella, bemängelt eine reduzierende Rezeption des Textes. Im Mittelpunkt stehe die Eucharistie. Seine Sicht der Dinge können Sie in diesem Artikel vom 29. Juli nachlesen.

Die Kleruskongregation bietet den deutschen Bischöfen Gespräche über die römische Instuktion an, “wenn sie das wünschen”. Weitere Details finden Sie in diesem Bericht vom 29. Juli.

Wie es zur neuen Vatikan-Instruktion gekommen ist, können Sie in diesem Artikel von Burkhard Jürgens vom 29. Juli nachlesen.

Im Interview mit dem Weser-Kurier vom 31. Juli äußert sich auch der Bremer Propst Bernhard Stecker zu den Folgen der Instuktion aus Rom. In dem Gespräch geht es aber vor allem um die Frage der priesterlichen Identität. Den Artikel finden Sie hier.

Die Position von Bernhard Stecker hat nun auch über die Stadt- und Bistumsgrenzen hinaus Aufmerksamkeit erregt. Den Artikel der Katholischen Nachrichten-Agentur in der Münsteraner Kirchenzeitung Kirche + Leben vom 31. Juli können Sie hier lesen.

Unter der Überschrift »Kein Priester, kein Mann: Wie eine Äbtissin ihre “Pfarrei” leitet« finden Sie hier im Interview mit Schwester Franziska vom 31. Juli interessante Einblicke in die Abtei Dinklage unter den Vorzeichen der römischen Instruktion.

»Wir brauchen jetzt einen konstruktiven Dialog mit Rom«, sagte Bischof Franz-Josef Bode dem Evangelischen Pressedienst. Den Artikel vom 1. August können Sie hier lesen.

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Bild: Jens Ofiera, katholisch.de
In: Pfarrbriefservice.de