Nicht mehr benötigte Handys werden jetzt von den Kirchengemeinden im Osnabrücker Norden gesammelt. Sie können am 24. August sowohl beim Stadtteilfest in Haste als auch beim Friedensfest an der Moorlandstraße abgegeben werden. Zu beiden Anlässen wird auch über problematische Bedingungen bei der Produktion von Handys informiert.

Die von der katholischen Kirchengemeinde Christus König sowie der evangelischen Paul-Gerhardt-Gemeinde und der evangelischen Matthäusgemeinde gesammelten Handys werden dem Recycling zugeführt. Der Erlös fließt in die „Aktion Schutzengel“ des kirchlichen Hilfswerkes missio, das ihn für Familien in Not verwendet. Die Verantwortlichen der drei Gemeinden bitten darum, nicht mehr benötigte Handys zu den beiden Festen mitzubringen und für die Aktion zu spenden.

Zugleich informieren die Kirchengemeinden über die „Aktion Saubere Handys“. Sie fordern von den Handy-Herstellern, für die Produktion der Mobiltelefone kein Coltan aus dem Kongo zu verwenden. Aus diesem Erz wird das für die Herstellung von Digitalkameras, Laptops und Handys erforderliche Tantal gewonnen.

Bewaffnete Gruppen im Kongo würden mit dem Abbau des Erzes unter menschenunwürdigen Bedingungen hohe Beträge erwirtschaften, beklagen die Vertreter der Kirchengemeinden. Daher seien transparente Handelsstrukturen notwendig, die durch externe Kontrollen überprüft werden müssten.

Die Unterstützung dieser Forderungen, die ebenfalls über das Hilfswerk Missio vertreten werden, kann über eine Unterschriftenaktion erfolgen. Die Unterschriftenaktion und die Sammlung von Handys für das Recycling erfolgt am 24. August am Stand der Kirchengemeinden beim Stadtteilfest in Osnabrück-Haste (an der Christus-König-Kirche) und beim Friedensfest vor der Matthäus-Kirche an der Moorlandstraße.