Angesichts der Corona-Krise hat Bischof Franz-Josef Bode zur Solidarität mit verunsicherten, verängstigten und in Not geratenen Menschen aufgerufen. In einem Brief an die Gemeinden appelliert Bode an die Katholiken in seinem Bistum, die „modernen Möglichkeiten menschlicher Kommunikation“ zu nutzen, um einander beizustehen: „Da ist jedes Zeichen der Solidarität und Zuwendung und jede Idee zur Überwindung von Einsamkeit, Hilflosigkeit, Angst und Niedergeschlagenheit wichtig.“

In einer Reihe von Maßnahmen und Anordnungen für die Gemeinden weist das Bistum Osnabrück u.a. darauf hin, dass die Feiern von Erstkommunion, Firmung, Taufen und Trauungen bis auf Weiteres verschoben werden müssen. Beerdigungen müssten weiterhin stattfinden, dürften allerdings „nur im engsten Familienkreis“ begangen werden. Alle diözesanen und kirchengemeindlichen Veranstaltungen seien bis auf Weiters abzusagen oder zu verschieben.

Es sei schmerzlich, das gottesdienstliche Leben so sehr einschränken zu müssen, schreibt Bode und verweist darauf, dass in den nächsten Wochen und Monaten im Bistum keine öffentlichen Gottesdienste stattfinden. Das gelte auch für die Kar- und Ostertage. Eine Teilnahme sei aber durch Gottesdienstübertragungen in Hörfunk, Fernsehen und Internet möglich. Auch über die Internetseite des Bistums sollen an Sonn- und Werktagen nichtöffentliche Messen aus dem Osnabrücker Dom übertragen werden.

Bode dankt in seinem Schreiben allen, die „mit hohem Einsatz ihren Dienst tun in den Krankenhäusern, in der Altenhilfe, in der Kinderbetreuung und in vielen anderen karitativen und sozialen Einrichtungen“.

Für unsere Pfarrei bedeutet dies konkret:

  • Alle Gottesdienste an Sonn- und Werktagen entfallen. Im Kloster Nette finden Gottesdienste nur im nichtöffentlichen Bereich des Konvents statt.
  • Taufen und Trauungen und auch die Feiern der Erstkommunion am 10. und 17. Mai müssen verschoben werden. Wenn abzusehen ist, wie sich die Dinge entwickeln, werden wir sofort mit den betreffenden Paaren und Familien Kontakt aufnehmen.
  • Über die Feier der Firmung am 20. Juni können wir derzeit noch keine Angaben machen.
  • Krankensalbungen können wie sonst bei infektiösen Erkrankungen unter den Bedingungen des Robert-Koch-Instituts gefeiert werden.
  • Beerdigungen können nur im engsten Kreis im Freien und ohne Requiem stattfinden. Wir werden, wenn die Rahmenbedingungen sich wieder geändert haben, nach einer geeigneten Form für einen Gedenkgottesdienst suchen.
  • Unsere Kirchen bleiben wie üblich zum persönlichen Gebet geöffnet.
  • Die Pfarr- und Jugendheime bleiben geschlossen und dürfen für Veranstaltungen jeglicher Art nicht zur Verfügung gestellt werden. Ausnahme: Blutspende des DRK am 7. April im Johannes-Prassek-Haus.
  • Unsere Kindertagesstätten sind bis zum 19. April geschlossen.
  • Zu den Zeltlagern können wir vor dem 19. April leider keine verbindlichen Aussagen treffen. Weitere Infos rund um die Lager finden Sie hier.

Über weitere Entwicklungen informieren wir Sie auf der Homepage und durch Aushänge in unseren Kirchen. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an die Mitglieder des Pastoralen Teams.

Die Anordnungen und Maßnahmen des Bistums finden Sie hier.
Den Brief des Bischofs können Sie hier nachlesen.

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Osnabrück, 24. März 2020

Alexander Bergel
Pfarrer