Immer wieder erschüttern Nachrichten über Menschen, meist Männer, die im Zusammenhang mit sexuellen Übergriffen auf Kinder oder mit dem Konsum einschlägiger Pornographie auffallen. Besonders groß ist die Enttäuschung, wenn es sich dabei um Priester handelt.

Spätestens im November vergangenen Jahres ist diese Enttäuschung in der Stadt Osnabrück angekommen, nachdem der Pfarrer der Pfarrei St. Elisabeth mit dem Vorwurf des Besitzes kinderpornographischen Materials konfrontiert und infolge dessen von seinen Aufgaben entpflichtet wurde.

Wir haben Prof. Dr. Wolfgang Weig gewinnen können, in unserer Pfarrei zu der Frage zu sprechen:

»Wie kann ein Mensch so etwas tun?«
Pädophilie – Internetpornosucht – Darknet

und laden ein zum Vortrag und Gespräch mit ihm am

Donnerstag, 24. Februar
um 20 Uhr
in der Christus-König-Kirche

In der Veranstaltung soll einigen Fragen in diesem Zusammenhang nachgegangen werden:

Worum geht es?
Begrifflichkeiten werden erklärt und voneinander abgegrenzt.

Was geschieht und durch wen?
Einige Fakten über das Ausmaß und Hintergründe der betroffenen Menschen (Opfer und Täter) sind bekannt.

Was könnte man tun?
Hilfsangebote existieren, sind zu wenig bekannt und werden oft (warum?) nicht rechtzeitig in Anspruch genommen.

Was hat das mit Kirche und priesterlichem Leben zu tun?
Gibt es einen Zusammenhang mit Zölibat oder mit dem Umgang der Kirche mit Sexualität und Beziehung?

Prof. Dr. med. Wolfgang Weig, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Sexualtherapeut, war bis Ende 2016 im kirchlichen Krankenhausverbund der Niels-Stensen-Kliniken für das Zentrum für seelische Gesundheit (Psychiatrie und Psychosomatik in der Magdalenen-Klinik Harderberg, in Bramsche und in der Ambulanz beim Marienhospital Osnabrück) verantwortlich. In seiner Sprechstunde hat er Menschen mit unterschiedlichen sexuellen Problemen beraten und behandelt.

Am Psychologischen Institut der Universität Osnabrück war er zuständig für Psychopathologie (seelische Störungen), Psychohygiene (seelische Gesundheit) und Sexualwissenschaften. Seitdem macht er im Ruhestand noch ein wenig weiter mit den Themen seiner beruflichen Zeit.