Kreuzweg

Gebet, Musik & Poesie – Archiv

.
Am 2. Ostersonntag begegnet uns Jahr für Jahr der zweifelnde Thomas. Durch allen Zweifel hindurch ist er doch der sehnsuchtsvoll Glaubende. Oder wird es immer mehr. Thomas begegnet dem Auferstandenen, der ihm seine Wunden hinhält. »Sei nicht ungläubig, sondern gläubig«, ruft ihm Jesus zu. Und die Antwort? »Mein Herr und mein Gott!«

Von diesem Ringen, von dieser Sehnsucht und ihrer Erfüllung ist der Gesang »Adoro te devote – Gottheit tief verborgen« von Thomas von Aquin durchdrungen:

Kann ich nicht wie Thomas schaun die Wunden rot,
bet ich dennoch gläubig: Du mein Herr und Gott!
Tief und tiefer werde dieser Glaube mein,
fester lass die Hoffnung, treu die Liebe sein.

Sie finden diesen Gesang im Gotteslob unter der Nummer 497.
Hören können Sie ihn hier (Strophe 4, 2:42).
.

.
Hier hören Sie einen Gesang des Osnabrücker Jugendchors zum Ostersonntag.
.

.
Hier hören Sie einen Gesang des Osnabrücker Jugendchors zum Karsamstag.
.

.
Hier hören Sie einen Gesang des Osnabrücker Jugendchors zum Karfreitag.
.

.
Hier hören Sie einen Gesang des Osnabrücker Jugendchors zur Nacht auf den Karfreitag.
.

.
Hier hören Sie einen Gesang des Osnabrücker Jugendchors zum Palmsonntag.
.

.
Exerzitien im Alltag sind kein neues Format. Es gibt sie in unterschiedlicher Ausprägung und mit unterschiedlicher Akzentsetzung. In unserer Gemeinde haben wir bereits seit einigen Jahren in der Fastenzeit dieses geistliche Angebot, das sich in seiner Dynamik an Ignatius von Loyola orientiert. Über insgesamt fünf Wochen werden die Teilnehmer*innen in ihrem Alltag durch Glaubensimpulse zu verschiedenen Themen begleitet, angeregt oder auch herausgefordert.

Während es zu Beginn der Exerzitien zunächst darum geht, ein gutes Fundament für die geistliche Auseinandersetzung zu legen, werden im weiteren Verlauf die verschiedenen Dimensionen menschlicher Erfahrung in den Blick genommen und mit dem eigenen Leben in Beziehung gesetzt: Dabei steht zu Beginn jeder Auseinandersetzung immer das Offen werden für die Liebe Gottes, die sich im eigenen Leben bisher gezeigt hat und vielleicht neu zeigen will: Was gibt meinem Leben Halt, Freude und Kraft? Wo spüre ich in meinem Leben die Liebe Gottes – und die Freiheit, mit der ich von ihm ausgestattet wurde?

Erst in einem nächsten Schritt werden dann auch herausfordernde Momente des eigenen Lebens in den Blick genommen und reflektiert: Welche krisenhaften Lebenserfahrungen hatte ich – und wie kann ich diese mit meinem Christusglauben in Beziehung setzen? Lasse ich mich von Christus rufen? Wie kann ich mich auch in krisenhaften Momenten voll auf ihn ein- und verlassen. Es gilt: Nichts Menschliches ist fremd in der geistlichen Auseinandersetzung mit Christus. Neben den schönen Momenten im Leben, finden auch Erfahrungen von Zweifel, Leid, Schuld oder Tod Raum in den fünf Wochen der Exerzitien.

Begleitet werden die Exerzitienteilnehmer*innen dabei von einem festen Team, das ihnen nicht nur die täglichen Impulse an die Hand gibt, sondern darüber hinaus auch für persönliche Gespräche und einen Austausch in Kleingruppen zur Verfügung steht. Es ist ein besonderes Angebot, das vielleicht gerade in dieser Zeit dabei helfen kann, den eigenen Blick zu weiten und sich wieder neu auf Gott und die eigene Spiritualität auszurichten. Wenn Sie nun neugierig geworden sind, es aber in dieser Fastenzeit verpasst haben, sich für die Exerzitien im Alltag anzumelden – vielleicht wäre es ja ein spannendes Experiment für das nächste Jahr? Herzliche Einladung!

Und für alle, die noch auf der Suche nach geistlichen Impulsen für die Karwoche sind, hat Schwester M. Rita aus dem Team der Exerzitien im Alltag hier einige Anregungen für die persönliche Auseinandersetzung gesammelt:

Impuls: Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern
(Lukasevangelium 22,14-23)

14 Als die Stunde gekommen war, legte er sich mit den Aposteln zu Tisch. 15 Und er sagte zu ihnen: Mit großer Sehnsucht habe ich danach verlangt, vor meinem Leiden dieses Paschamahl mit euch zu essen. 16 Denn ich sage euch: Ich werde es nicht mehr essen, bis es seine Erfüllung findet im Reich Gottes. 17 Und er nahm einen Kelch, sprach das Dankgebet und sagte: Nehmt diesen und teilt ihn untereinander! 18 Denn ich sage euch: Von nun an werde ich nicht mehr von der Frucht des Weinstocks trinken, bis das Reich Gottes kommt. 19 Und er nahm Brot, sprach das Dankgebet, brach es und reichte es ihnen mit den Worten: Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Tut dies zu meinem Gedächtnis! 20 Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sagte: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird. 21 Doch siehe, die Hand dessen, der mich ausliefert, ist mit mir am Tisch. 22 Der Menschensohn muss zwar den Weg gehen, der ihm bestimmt ist. Aber weh dem Menschen, durch den er ausgeliefert wird! 23 Da fragte einer den andern, wer von ihnen das wohl sei, der dies tun werde.

Ich suche mir einen Ort, an dem ich ungestört bin
und finde mich mit dem Text ein.

Einige Augenblicke der Stille helfen mir,
an meinem Gebetsort anzukommen.

Ich lese den biblischen Text laut.
Lese nochmals.
Schließe meine Augen …

Ich stelle mir den Raum vor,
in dem Jesus mit seinen Jüngern zu Tisch liegt.

Die Tischgemeinschaft,
Jesus,
die Jünger,
den gedeckten Tisch
die Atmosphäre im Raum,
Gerüche,
die Geräuschkulisse.

Wo ist mein Platz
in dieser Tischgemeinschaft,
in diesem Raum?

Welches Wort Jesu spricht mich an?
Was löst es aus?

Ich bringe mit meinen Worten vor Gott zum Ausdruck,
was mich an diesem Schrifttext bewegt,
fragen
oder auch still sein lässt
und schließe mit einem Zeichen (z.B. Kreuzzeichen)
die Gebetszeit ab.

Bevor ich in den Alltag zurückgehe,
lasse ich meine Gebetszeit einen Augenblick nachklingen.

.
Impuls: Betender Tagesrückblick

Der betende Tagesrückblick gehört zu den wichtigsten Übungen in den Exerzitien.
Ignatius von Loyola bezeichnet ihn als die wichtigste Viertelstunde des Tages.

Diese Übung hilft, aufmerksam zu werden für Gottes Gegenwart im eigenen Leben.
Ich finde mich ein und werde still,
stelle mich z.B. mit einem Kreuzzeichen oder dem Entzünden einer Kerze
bewusst in Gottes Gegenwart
und bitte ihn um einen ehrlichen Blick auf die vergangenen Stunden des Tages.

Mit Gottes liebenden Augen gehe ich in Gedanken meinen Tag durch:
Wo kann ich SEINE Spur entdecken?
in Menschen, in Situationen, …

Ich danke für Empfangenes.
Ich bitte um Vergebung und Heilung.
Ich schaue voraus auf den nächsten Tag,
bete ein Vaterunser und bitte um Gottes Segen für Vergangenes und Kommendes.
.
Anne Burgard
.

.
O Gott,
komm mir zu
Hilfe.

Mit dieser Bitte beginnt die Liturgie der Tagzeiten, das Gebet der Psalmen und der biblischen Lieder, Tag für Tag. Eine kraftvolle, bildreiche Poesie erwartet einen da. Am Morgen. Am Mittag. Am Abend. Zur Nacht. Und auch noch zwischendrin. Die Bitte um Gottes Hilfe, seinen Beistand, sein Weggeleit – sie durchdringt alles.

Manchmal reicht es vielleicht, nur diese Bitte im Herzen zu haben. Dann, wenn die Worte fehlen. Oder man zu müde ist, um überhaupt noch irgendwas zu sagen, zu denken, zu fühlen. Sie finden hier einen kleinen Gebetszettel. Vier Seiten. Für zuhause. Für zwischendurch. Für Sie.

O Gott – Teil 1
O Gott – Teil 2
O Gott – Teil 3
O Gott – Teil 4

Als pdf-Datei zum Ausrucken

O Gott – Außenseite
O Gott – Innenseite
.

.
Es wär so schön
mein Gott
wenn wir doch wüssten
wohin die Reise geht

Es wär so schön
mein Gott
wenn meine Sorgen sich
in Wohlbefinden wandeln würden

Es wär so schön
mein Gott
wenn Klarheit herrschte
statt des dichten Nebels überall

Es wär so schön
mein Gott
wenn meine Schwermut
du zum Teufel jagen könntest

Schön wär’s
Doch was geschieht?
Vielleicht das eine:
dass du

in aller Schwermut
im dichten Nebel
bei allem Sorgen
Teil der Reise bist

Alexander Bergel
.

.
herr
rühme mich
denn ich habe viel ausgehalten
ohne ein zeichen von dir

vielleicht bist du nur das echo von meinem schrei

doch dann hilf mir
aus meiner klage ein lied zu machen
an dem sich kommende fremde erwärmen können

SAID
Psalmen
München 2007
.

.
Klopf, klopf – wir bringen Ihnen den Segen!

Klicken Sie hier – und schon bekommen Sie Besuch von den Sternsingern.
Und noch viele weitere Infos rund um die Aktion!
.

.
Geh deinen Weg ruhig –
mitten in Lärm und Hast,
und wisse, welchen Frieden
die Stille schenken mag.

Steh mit allen auf gutem Fuße,
wenn es geht,
aber gib dich selbst
nicht auf dabei.

Sage deine Wahrheit immer ruhig und klar
und höre die anderen auch an,
selbst die Unwissenden, Dummen –
sie haben auch ihre Geschichte.

Laute und zänkische Menschen
meide.
Sie sind eine Plage
für Dein Gemüt.

Wenn du dich selbst mit anderen vergleichen willst,
wisse, dass Eitelkeit und Bitterkeit Dich erwarten.
Denn es wird immer größere
und geringere Menschen geben als dich.

Erfreue dich an deinen Erfolgen und Plänen.
Strebe wohl danach weiterzukommen, doch bleibe bescheiden.
Das ist ein guter Besitz
im wechselnden Glück des Lebens.

Übe dich in Vorsicht bei deinen Geschäften.
Die Welt ist voller Tricks und Betrug.
Aber werde nicht blind für das,
was dir an Tugend begegnet.

Sei du selbst – vor allem:
heuchle keine Zuneigung, wo du sie nicht spürst.
Doch denke nicht verächtlich von der Liebe,
wo sie dich wieder regt.

Sie erfährt soviel Entzauberung,
erträgt so viel Dürre
und wächst doch voller Ausdauer,
immer neu, wie das Gras.

Nimm den Ratschluss deiner Jahre
mit Freundlichkeit an.
Und gib deine Jugend mit Anmut zurück,
wenn sie endet.

Pflege die Kräfte deines Gemüts,
damit es dich schützen kann, wenn Unglück dich trifft,
aber überfordere dich nicht durch Wunschträume.
Viele Ängste entstehen durch Enttäuschung und Verlorenheit.

Erwarte eine heilsame Selbstbeherrschung von dir.
Im übrigen aber
sei freundlich und sanft
zu dir selbst.

Du bist
ein Kind der Schöpfung,
nicht weniger
wie die Bäume und Sterne es sind.

Du hast ein Recht hier zu sein.
Und ob du es merkst oder nicht –
ohne Zweifel entfaltet sich die Schöpfung so,
wie sie es soll.

Lebe in Frieden mit Gott, wie du ihn jetzt für dich begreifst.
Und was auch immer deine Mühen und Träume
sind in der lärmenden Verwirrung des Lebens –
halte Frieden mit deiner eigenen Seele.

Mit all ihrem Trug, ihrer Plagerei
und ihren zerronnenen Träumen –
die Welt ist immer noch
schön!

.
Max Ehrmann (1927),
einer Legende zufolge Irischer Segen
aus dem Jahr 1692
.

.
„Über uns steht ein guter Stern“ – so heißt es in einem Lied von Gregor Linßen. „Über uns steht ein guter Stern“ – daran zu glauben dürfte in diesen Tagen dem ein oder der anderen nicht ganz leicht fallen. „Wo soll denn dieser gute Stern sein? Ich kann ihn beim besten Willen nirgendwo entdecken“ mag nur eine Reaktion sein, die Ihnen vielleicht beim Lesen dieses Satzes in den Sinn gekommen ist.

Ich muss gestehen: mir ist dieser Gedanken aktuell nur allzu vertraut und ich verstehe jede und jeden, die sich gerade schwer tun, über ihrem Leben einen guten Stern zu entdecken. Es kann einem wirklich anders werden, wenn man sich in der Welt dieser Tage umschaut. Aber umso mehr versuche ich zurzeit auf die vielen kleinen und großen Sternmomente zu achten, die in meinem Alltag immer wieder aufblitzen.

So freue ich mich jeden Morgen darauf, ein neues Türchen unseres digitalen Adventskalenders zu öffnen – und mich von den vielen verschiedenen tollen Impulsen überraschen zu lassen. Oder ich darf einen kleinen Einblick in die Lieder- und Fotoaufnahmen für das diesjährige Krippenspiel werfen und habe Gänsehaut, mit wie viel Herz, Energie und Begeisterung da etwas Großartiges auf die Beine gestellt wird. Und gerade gestern wurde ich von zwei verschiedenen Nikolauspäckchen überrascht, die im Laufe des Tages bei mir zu Hause eintrudelten. Von lieben Menschen gepackt – einfach, weil sie mir und meinem Mann eine kleine Freude bereiten wollten.

All das sind für mich Sternmomente, die mich immer wieder daran erinnern: „Kommt und seht, über uns steht ein guter Stern! Kommt und seht, Gott ist hier!“ Das Lied, aus dem diese Zeilen stammen, habe ich in dieser Woche wieder für mich entdeckt. Ich kenne es schon seit vielen Jahren und habe es bereits auf sehr vielen Adventskonzerten gesungen. Schön fand ich es immer – und adventlich hoffnungsvoll auch.

Aber als ich es mir jetzt wieder anhörte, hat es mich noch einmal ganz besonders berührt. Wenn es da zum Beispiel heißt: „Mit Hoffen und Bangen sind wir gegangen, um zu seh’n wohin die Könige zieh’n. In Zweifel und Ängsten waren wir gefangen, bis der Ruf kam: Geht! Vertraut auf IHN! Und ein Stern erstrahlte in der Finsternis, uns zu leiten bis hinter den Horizont. Kommt und seht! Über uns steht ein guter Stern! Kommt und seht: Gott ist hier!“ Für mich kam dieses Lied in dieser Woche gerade passend, weil es mich bei all den Sorgen und Unsicherheiten dieser Tage sehr eindrücklich an den Kern unserer christlichen Botschaft erinnert hat.

Vielleicht ist dieses Lied ja auch etwas für Sie? Hier finden Sie die deutsche Version, und hier die englische. Viel Freude wünsche ich Ihnen dabei – und den ein oder anderen eigenen Sternmoment!

Anne Burgard
.

.
Seit dem 7. Jahrhundert werden in den letzten sieben Tagen vor Heiligabend, also vom 17. bis 23. Dezember, die O-Antiphonen gesungen. Seit jeher haben diese Rufe, die immer mit einem staunenden »O« beginnen und von daher ihren Namen haben, die Herzen der Menschen berührt, die sich in diese wunderbaren Worte und Melodien vertieft haben.

Hier finden Sie Hintergründe zu den O-Antiphonen und sie selbst – gebetet und gesungen.
.

.
Erwartung bewegt …

Maria durch ein Dornwald ging,
Kyrie eleison.
Maria durch ein Dornwald ging,
der hat in sieben Jahrn kein Laub getragen.
Jesus und Maria.

Was trug Maria unter ihrem Herzen?
Kyrie eleison.
Ein kleines Kindlein ohne Schmerzen,
das trug Maria unter ihrem Herzen.
Jesus und Maria.

Da haben die Dornen Rosen getragen,
Kyrie eleison.
Als das Kindlein durch den Wald getragen,
da haben die Dornen Rosen getragen.
Jesus und Maria.

.
Lied im Gotteslob Nr. 224
Text: August von Haxthausene

Das gesungene Lied finden Sie hier.
.

.
Ein Sehnsuchtslied

O Herr, wenn du kommst, wird die Welt wieder neu,
denn heute schon baust du dein Reich unter uns,
und darum erheben wir froh unser Haupt.
O Herr, wir warten auf dich. O Herr, wir warten auf dich.

O Herr, wenn du kommst, wird es Nacht um uns sein,
drum brennt unser Licht, Herr, und wir bleiben wach.
Und wenn du dann heim kommst, so sind wir bereit.
O Herr, wir warten auf dich. O Herr, wir warten auf dich.

O Herr, wenn du kommst, jauchzt die Schöpfung dir zu,
denn deine Erlösung wird alles befreien.
Das Leid wird von all deiner Klarheit durchstrahlt.
O Herr, wir warten auf dich. O Herr, wir warten auf dich.

O Herr, wenn du kommst, hält uns nichts mehr zurück,
wir laufen voll Freude den Weg auf dich zu.
Dein Fest ohne Ende steht für uns bereit.
O Herr, wir warten auf dich. O Herr, wir warten auf dich.

.
Lied im Gotteslob Nr. 233
Text: Helga Poppe

Das gesungene Lied finden Sie hier.
Einige Predigtgedanken zu diesem adventlichen Lied können Sie hier lesen.
.

.
Ostern mitten im Sommer:
Mariä Aufnahme in den Himmel
Ein Grund zum Feiern!
.

Mit dir, Maria, singen wir
von Gottes Heil in unsrer Zeit.
Uns trägt die Hoffnung, die du trugst,
es kommt der Tag, der uns befreit.

Hell strahlt dein Lied durch jede Nacht:
»Ich preise Gott, Magnificat.
Himmel und Erd hat er gemacht,
mein Gott, der mich erhoben hat.«

Du weißt um Tränen, Kreuz und Leid,
du weißt, was Menschen beugt und biegt.
Doch du besingst den, der befreit,
weißt, dass das Leben letztlich siegt.

Dein Jubel steckt auch heute an,
österlich klingt er, Ton um Ton:
Großes hat Gott an dir getan.
Großes wirkt unter uns dein Sohn.

Hell strahlt dein Licht durch jede Nacht,
pflanzt fort die Lebensmelodie:
Es kommt, der satt und fröhlich macht,
der deinem Lied den Glanz verlieh.

Mit dir, Maria, singen wir
von Gottes Heil in unsrer Zeit.
Uns trägt die Hoffnung, die du trugst,
es kommt der Tag, der uns befreit.
.

Lied im Gotteslob Nr. 905
Text: Eugen Eckert

Das gesungene Lied finden Sie hier.
.

.
»Veni Sancte Spiritus!« Den kraftvollen Pfingsthymnus aus Notre-Dame de Paris hören Sie hier.
.

.
»Komm, Heiliger Geist, komm!« Dieses gesungenes Gebet zu Pfingsten hören Sie hier.
.

.
»Ich möchte mich mit dem Wasser erfrischen, das der Heilige Geist gibt. Ich möchte ausruhen in deinen Verheißungen, und ich sehne mich danach, bei dir satt zu werden.«

Die kubanische Sängerin Narjara Portal drückt in ihrem neuen Lied die Sehnsucht nach einer neuen Erfrischung durch den Heiligen Geist aus. Hier können Sie es sehen und hören. Weitere Infos finden Sie hier.
.

.
Der Herr ist mein Hirte – von John Rutter vertont. Hier können sie es hören.
.

.
Ein Sehnsuchtslied in Zeiten der Fragen und Angst – hier können Sie es hören.
.

.
Rat

Verabschiede die Nacht
mit dem Sonnenhymnus
auch bei Nebel

hol dir die ersten
Informationen aus den
Liedern Davids
dann höre die
Nachrichten und lies
die Zeitung

beachte die Reihenfolge
wenn du die Kraft
behalten willst
die Verhältnisse zu ändern

Wilhem Bruners
.

..
.

.
Das Lied »Lobe den Herren« können Sie – leicht aktualisiert – hier hören – und sehen.
.

.
Am 2. Ostersonntag begegnet uns Jahr für Jahr der zweifelnde Thomas. Durch allen Zweifel hindurch ist er doch der sehnsuchtsvoll Glaubende. Oder wird es immer mehr. Thomas begegnet dem Auferstandenen, der ihm seine Wunden hinhält. »Sei nicht ungläubig, sondern gläubig«, ruft ihm Jesus zu. Und die Antwort? »Mein Herr und mein Gott!«

Von diesem Ringen, von dieser Sehnsucht und ihrer Erfüllung ist der Gesang »Adoro te devote – Gottheit tief verborgen« von Thomas von Aquin durchdrungen:

Kann ich nicht wie Thomas schaun die Wunden rot,
bet ich dennoch gläubig: Du mein Herr und Gott!
Tief und tiefer werde dieser Glaube mein,
fester lass die Hoffnung, treu die Liebe sein.

Sie finden diesen Gesang im Gotteslob unter der Nummer 497.
Hören können Sie ihn hier (Strophe 4, 2:42).
.

.
Ostern fällt dieses Jahr in eine ungewohnte Zeit. Eine Zeit voller Fragen, Unsicherheiten und Ängsten. Eine Zeit voller Stille. Micha Kunze macht sich Gedanken.

Hier können Sie sie hören.
.

.
Hier hören Sie einen Gesang des Osnabrücker Jugendchors zum Ostersonntag.
.

.
Hier hören Sie einen Gesang des Osnabrücker Jugendchors zum Karsamstag.
.

.
Hier hören Sie einen Gesang des Osnabrücker Jugendchors zum Karfreitag.
.

.
Hier hören Sie einen Gesang des Osnabrücker Jugendchors zur Nacht auf den Karfreitag.
.

.
Hier hören Sie einen Gesang des Osnabrücker Jugendchors zum Palmsonntag.
.

.
Ein alter Psalm, an den ich gestern erinnert wurde.
Ich hatte von einer Kollegin ein Lied zugeschickt bekommen.
Von Wilhelmine.
»Solange du dich bewegst« heißt das.
Und irgendwie erinnerte mich
dieses fröhliche kleine Lied
an die alten Worte aus Psalm 139:

»Von hinten und von vorn
hast du mich umschlossen,
hast auf mich deine Hand gelegt.
Zu wunderbar ist für mich dieses Wissen,
zu hoch, ich kann es nicht begreifen.«

Allerdings singt Wilhelmine
in umgekehrter Perspektive.
Und in moderner Sprache:

»Ich mach die Arme für dich auf.
Du ist gut so, wie du bist.
Es gehen Arme für dich auf.
Solange du dich bewegst,
du dich bewegst.«

Warum sich also nicht mal
durch ein Gute-Laune-Lied daran erinnern lassen,
dass wir alle wunderbar
und staunenswert geschaffen sind
und von Gott behütet werden?

Warum nicht mal
dieses Lied zum Anlass nehmen,
um Psalm 139 wirken zu lassen?

Warum also nicht mal
durch die Wohnung tanzen
und die Zusage Gottes groß werden lassen?

»Ey dein Lächeln steht dir so gut!
Du  bist gut so, wie du bist!«

Das passende Lied dazu gibt’s hier.
Und hier den Psalm:

HERR, du hast mich erforscht und kennst mich.
Ob ich sitze oder stehe, du kennst es.
Du durchschaust meine Gedanken von fern.
Ob ich gehe oder ruhe, du hast es gemessen.
Du bist vertraut mit all meinen Wegen.

Ja, noch nicht ist das Wort auf meiner Zunge,
siehe, HERR, da hast du es schon völlig erkannt.
Von hinten und von vorn hast du mich umschlossen,
hast auf mich deine Hand gelegt.
Zu wunderbar ist für mich dieses Wissen,
zu hoch, ich kann es nicht begreifen.

Wohin kann ich gehen vor deinem Geist,
wohin vor deinem Angesicht fliehen?
Wenn ich hinaufstiege zum Himmel – dort bist du;
wenn ich mich lagerte in der Unterwelt – siehe, da bist du.

Nähme ich die Flügel des Morgenrots,
ließe ich mich nieder am Ende des Meeres,
auch dort würde deine Hand mich leiten
und deine Rechte mich ergreifen.

Würde ich sagen: Finsternis soll mich verschlingen
und das Licht um mich soll Nacht sein!
Auch die Finsternis ist nicht finster vor dir,
die Nacht leuchtet wie der Tag,
wie das Licht wird die Finsternis.

Du selbst hast mein Innerstes geschaffen,
hast mich gewoben im Schoß meiner Mutter.
Ich danke dir, dass ich so staunenswert
und wunderbar gestaltet bin.
Ich weiß es genau: Wunderbar sind deine Werke.

Dir waren meine Glieder nicht verborgen,
als ich gemacht wurde im Verborgenen,
gewirkt in den Tiefen der Erde.
Als ich noch gestaltlos war,
sahen mich bereits deine Augen.

In deinem Buch sind sie alle verzeichnet: die Tage,
die schon geformt waren, als noch keiner von ihnen da war.
Wie kostbar sind mir deine Gedanken, Gott!
Wie gewaltig ist ihre Summe!

Wollte ich sie zählen, sie sind zahlreicher als der Sand.
Ich erwache und noch immer bin ich bei dir.
Wolltest du, Gott, doch den Frevler töten!
Ihr blutgierigen Menschen, weicht von mir!

Sie nennen dich in böser Absicht,
deine Feinde missbrauchen deinen Namen.
Sollen mir nicht verhasst sein, HERR, die dich hassen,
soll ich die nicht verabscheuen, die sich gegen dich erheben?
Ganz und gar sind sie mir verhasst,
auch mir wurden sie zu Feinden.

Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz,
prüfe mich und erkenne meine Gedanken!
Sieh doch, ob ich auf dem Weg der Götzen bin,
leite mich auf dem Weg der Ewigkeit!

Anne Wolters
26. März
.

.
Getrost
und getröstet
können wir gehen
wir sind nicht allein

getrost
und getröstet
können wir das Leben wagen
da ist einer
der mit uns ist

getrost
und getröstet
können wir uns
auf den Weg machen
da ist einer
der für uns ist

da ist einer
der uns beschützt
der seine bergende Hand
über uns hält
über dich und mich
und uns und diese Stadt
unser Land und unsere Welt

der uns behütet
schläft nicht
er nimmt uns in seine Obhut
in ihm
können wir getrost sein

er
der uns Vater und Mutter ist
Frieden und Gerechtigkeit
Hoffnung und Grund
der uns kennt und liebt
und will und mag
der
schläft nicht

der
schaut nach uns
der
gibt auf uns acht
der
geht uns nach
der
lässt uns nicht los

der uns behütet
schläft nicht

deshalb
vertrau ich mich
ihm an
deshalb
verlass ich mich
auf ihn

der uns behütet
schläft nicht

der uns behütet
will unsere Lebendigkeit
der uns behütet
will unsere Freiheit
der uns behütet
will unser Wachsen

der uns behütet
schläft nicht
aber er macht es uns
nicht nur nett
der will was
für uns
der will was
von uns

der uns behütet
der fordert uns
der uns behütet
will mich

der will was
von mir
und der will was
von dir

er ist Wort
und will Antwort

weil er
mich hält und trägt
weil er mit mir ist
bin ich getragen
und getröstet

und kann ich
Antwort geben

kann tragen
und trösten

und kann gehen
in seinem Namen
getragen und getröstet
und tragen
und trösten

behütet von dem
der für das Leben ist
kann ich gehen
für das Leben

behütet und getröstet
von dem
der das Leben will
lasst uns aufbrechen und gehen
dem Leben entgegen

weil wir das Leben mit uns tragen
lasst uns das Leben
zu den Menschen bringen

getragen und getröstet
von dem
der das Leben ist.

Andrea Schwarz
Du Gott des Weges segne uns. Gebete und Meditationen
Freiburg 2008
.

.
Er ist mein Hirt.
Und mir fehlt nichts.
Er gibt mir Licht und Leben.
Es ist wie am Wasser.
Er stillt meinen Durst.
Er sagt mir, wie’s weitergeht.
Er ist der Gott, auf den ich
hoffte.

Auch dann, wenn ich durch eine Nacht
muss (meine Nacht),
gerade dann hab ich keine Angst.
Vor nichts.
Denn es ist einer bei mir:
Und das bist DU.
Du gehst mir voraus.
Das ist meine Hoffnung.
Du deckst mir den Tisch.
Meine Feinde sehen es
und können nichts machen.
Du machst mich schön.
Es ist ein Fest!
Und so wird es weitergehen,
solange ich am Leben bin
und sein darf,
bei IHM.

Psalm 23

Arnold Stadler
»Die Menschen lügen. Alle.« Und andere Psalmen
Frankfurt 1999
.

.
In der letzten Woche sind zwei sehr gute Freunde von mir zum ersten Mal Eltern geworden. Als ich die Nachricht auf meinem Handy sah, war die Freude riesig – und die Entfernung zwischen mir und meinen Freunden in Brandenburg für einen Moment vergessen. Es wurden freudige Nachrichten und Fotos ausgetauscht, ich schickte ein Willkommenspäckchen an die frischgebackene Familie. Konnte ich auch nicht selbst vor Ort sein, um die neue Erdenbürgerin gebührend zu begrüßen, so war ich doch mit meinen Gedanken und guten Wünschen bei ihr. Kleine Zeichen der Nähe in einer gezwungenermaßen distanzierten Zeit.

In den Tagen nach der Geburt kam mir ein Lied in den Sinn, das ich schon des Öfteren bei Taufen oder in Firmgottesdiensten gesungen hatte. »Gott segne dich« von Martin und Jennifer Pepper. Obwohl ich dieses neugeborene Kind noch nicht kannte, erschienen mir die Segenswünsche so wunderbar passend. Also sang ich diesem unbekannten Kind in den letzten Tagen immer wieder vor mich hin dieses Segenslied:

Ich wünsch dir Gottes Segen,
ich wünsch dir seine Nähe,
seine Kraft.
Ein reich erfülltes Leben,
über dem die Hand des Höchsten wacht.
Liebe und Wärme,
Gelassenheit in allem,
was du tust.
Dass du auch in Stürmen
sicher und im Frieden mit dir ruhst.
Ich wünsch dir diesen Segen.

Ich wünsch dir Gottes Segen,
Geborgenheit in Vater, Sohn und Geist.
Glaube, wie ein Feuer,
das wärmt und nicht in den Augen beißt.
Sehnsucht und Hoffnung,
Menschen, die dich in die Weite führen.
Freunde, die dich tragen,
Gedanken, die die Seele inspirieren.
Ich wünsch dir diesen Segen.

Gott segne dich,
behüte dich,
erfülle dich mit Geist und Licht.
Gott segne dich!
Erhebe dich,
und fürchte nichts,
denn du lebst vor seinem Angesicht.
Gott segne dich.

Ich wünsch dir Gottes Segen.
Entfalte alles, was du in dir spürst.
Die Dinge, die dir liegen.
Auch wenn du mal gewinnst und mal verlierst.
Wag neue Wege,
probier dich einfach immer wieder aus.
Lass dich nicht verbiegen,
Lebe mutig offen geradeaus.
Ich wünsch dir diesen Segen.

Gott segne dich,
behüte dich,
erfülle dich mit Geist und Licht.
Gott segne dich!
Erhebe dich,
und fürchte nichts,
denn du lebst vor seinem Angesicht.
Gott segne dich.

Manchmal ist die Hand vor unseren Augen
gar nicht mehr zu sehen.
Und wir hoffen nur noch,
dieses Dunkel irgendwie zu überstehen.
Doch kein Schatten, den wir spüren,
kann das Licht in uns zerstören.

Gott segne dich,
behüte dich,
erfülle dich mit Geist und Licht.
Gott segne dich!
Erhebe dich,
und fürchte nichts,
denn du lebst vor seinem Angesicht.
Gott segne dich.

Was für schöne Wünsche für ein Neugeborenes. Und je öfter ich dieses Lied in den letzten Tagen vor mich hin sang, desto häufiger dachte ich: Das sind nicht nur schöne Segenswünsche für ein Neugeborenes, das sind auch Segenswünsche, die wir alle gerade gut gebrauchen können.Gottes Segen, seine Nähe und Kraft tun gerade in ungewissen Zeiten besonders gut.

Ich wünsch mir auch für mich und uns in diesen Tagen Gelassenheit und Geborgenheit in Vater, Sohn und Geist. Und ich wünsche uns allen die Gewissheit, dass wir trotz allen durchkreuzten Plänen, trotz abgesagten Gottesdiensten und Gemeindeveranstaltungen von Gott gesegnet und behütet sind. Kommen Sie gut durch diese besondere Zeit!

Hier können Sie sich selbst eine Portion Segenswünsche abholen.

Anne Wolters
19. März
.