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Herzlich willkommen
in der Pfarrei Christus König

Im Norden der Friedensstadt Osnabrück wollen wir als katholische Christen die Botschaft von der Menschenfreundlichkeit Gottes, wie Jesus von Nazareth sie verkündet hat, leben und bezeugen. Eng verbunden sind wir mit den evangelisch-lutherischen Nachbargemeinden sowie der evangelisch-reformierten und der rum-orthodoxen Gemeinde. Gemeinsam versuchen wir, unseren Beitrag zu leisten für ein lebenswertes, gerechtes und friedliches Miteinander aller Menschen, die in unseren Stadtteilen leben. Wir blicken aber auch über den Tellerand hinaus und engagieren uns in der Begegnung mit unseren Partnergemeinden in Ghana und auf Kuba.

Viele Menschen engagieren sich in unserer Pfarrei, zu der ungefähr 9000 Katholiken gehören und die sich über die Stadtteile Haste, Dodesheide und Sonnenhügel erstreckt. Kinder und Jugendliche, junge und alte Menschen, Familien und Singles, Frauen und Männer treffen sich, diskutieren und feiern, packen an und gestalten so auf vielfältige Weise das Gemeindeleben mit. Kindergärten und Kinderkrippen finden Sie hier ebenso wie das Seniorenzentrum St. Franziskus, die Wärmestube und die Don Bosco Kath. Jugendhilfe, darüber hinaus mehrere kirchliche Schulen und zwei Klöster.

Wir laden Sie ein, uns kennenzulernen und freuen uns auf die Begegnung mit Ihnen. Wenn Sie Fragen oder Wünsche haben, wenn Sie mitmachen möchten oder wenn Sie Hilfe brauchen, melden Sie sich gerne. Wir sind für Sie da.

Christus König

Nach langjährigem Bemühen erhielten die Bewohner Hastes im Jahr 1934 endlich eine eigene Kirche. Sie entstand nach Plänen des Architekten Albert Feldwisch-Drentrup und wurde Christus, dem König gewidmet, dem wahren Herrscher der Welt. Christus König ist die älteste der drei Kirchen unserer Pfarrei. In ihrem Inneren befindet sich unter anderem Kunst des Bildhauers Ludwig Nolde (1888-1958), eines Osnabrücker Künstlers aus dem Stadtteil Haste (die Christusfigur an der Chorwand, die Marienfigur, der Kreuzweg und auch die Krippenfiguren). Im Juni 1944 wurde die Christus-König-Kirche bei einem Bombenangriff stark zerstört, die Westseite war eingestürzt und das Dach zerbombt. Die Originalbänke von 1934 zeigen noch heute Narben dieser Zerstörung. Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) und der anschließenden Liturgiereform gestaltete der Künstler Walter Mellmann den Altar, den Ambo und den Tabernakel neu.

Im Jahr 2017 wurde die Kirche im Innenbereich grundlegend umgestaltet. Am 23. September 2017 fand nach fünfmonatiger Bauphase die Wiedereröffnung statt. Die neue Altarinsel, der Taufort und die Anordnung der Bänke sollen noch stärker die Gemeinschaft mit Jesus Christus und untereinander erlebbar werden lassen. Die Planungs- und Durchführungsphase wurde vom Architekturbüro Klodwig und Partner in Münster begleitet. Außerdem gestaltete die Künstlerin Madeleine Dietz an verschiedenen Stellen Gedenkorte für die Lübecker Märtyrer. Die “Kirche mit der blauen Decke” erstrahlt seit der Wiedereröffnung in neuem Glanz, wirkt moderner und eröffnet der Gemeinde hoffentlich gute Wege in die Zukunft.

Neben der Kirche liegt der St.-Antonius-Kindergarten – ein “Haus für Kinder und Familien” des Bistums Osnabrück. Hinter der Kirche befindet sich das Gemeindezentrum Johannes-Prassek-Haus, benannt nach dem Priester Johannes Prassek, der 1937 in der Christus-König-Kirche seine erste heilige Messe feierte. 1943 wurde er als Kaplan in Lübeck von der Gestapo verhaftet, zum Tode verurteilt und zusammen mit den katholischen Priestern Hermann Lange und Eduard Müller sowie dem evangelischen Pfarrer Karl Friedrich Stellbrink (den Lübecker Märtyrern) hingerichtet.

Heilig Geist

Bereits in den 1930er Jahren war geplant worden, auf dem Sonnenhügel eine Kirche zu bauen. Anfang der 1950er Jahre wurden die Überlegungen konkret und ein Grundstück an der Lerchenstraße konnte erworben werden. Nach Plänen des Architekten Johannes Garthaus entstand die Heilig-Geist-Kirche. Am Pfingstmontag 1954 legte Erzbischof Dr. Wilhelm Berning den Grundstein aus Trümmern des Domes. Am 15. Mai 1955 wurde die Heilig-Geist-Kirche geweiht. Im Inneren der Kirche beeindrucken vor allem die Fenster sowie eine Heilig-Geist-Rose, die bei einfallendem Sonnenlicht in warmen Farben leuchtet.

Seit der Renovierung der Kirche durch das Architekturbüro b-werk aus Spelle in den Jahren 2018/19 und der Wiedereröffnung am 17. März 2019 durch Bischof Dr. Franz-Josef Bode erstrahlt alles in neuem Glanz. Die Kirche wurde verkleinert und beeindruckt nun durch ihre “edle Schlichtheit”, der Pfarrsaal hat seinen Ort im ehemaligen Altarraum gefunden, Gruppen- und Konferenzräume, der Jugendbereich, das Pfarrbüro, die erweiterte Kindertagesstätte Heilig Geist und die Kinderkrippe im Erdgeschoss des ehemaligen Pfarrhauses – alles ist nun unter einem Dach.

Gegenüber der Heilig-Geist-Kirche liegt die Heilig-Geist-Schule, eine Grundschule katholischen Bekenntnisses.

St. Franziskus

Der Stadtteil Dodesheide wuchs in den 1950er und 60er Jahren stark an. So entstand dort die neue Kirchengemeinde St. Franziskus. Die 1965 geweihte Franziskuskirche ist ein Werk des bekannten Kölner Architekten Rudolf Schwarz (1897-1961). Nach seinem Tod hat seine Witwe Maria Schwarz das Bauvorhaben weitergeführt. Die Kirche bildet nicht nur einen Raum, sondern stellt nach der Idee des Architektenehepaares eine ganze Stadt dar. Zentrale Elemente sind drei Lichthöfe über dem Taufbecken, über dem Hauptaltar und über dem Bereich des Seitenaltares.

Im Jahr 2015 konnte die Gemeinde das 50-jährige Bestehen ihrer Kirche mit einem Festgottesdienst und kleineren Aktionen feiern. Dies geschah in ökumenischer Verbundenheit mit der evangelischen Thomasgemeinde, die ebenfalls ihr 50-jähriges Bestehen feierte. Der Namensgeber der Kirche, der heilige Franz von Assisi, hat nach wie vor eine hohe Aktualität und gibt wichtige Impulse.

Neben der Kirche liegen das Jugendheim, die Kindertagesstätte St. Franziskus und das Caritas-Seniorenzentrum St. Franziskus.

Klöster, Schulen und soziale Einrichtungen

Auf dem Gebiet der Pfarrei gibt es zwei Klöster: die Missionsschwestern vom heiligen Namen Mariens in Gut Nette und das Kloster St. Angela mit einer Tagespflege für Senioren.

Das Gymnasium Angelaschule sowie die Oberschule Thomas-Morus-Schule, beide im Stadtteil Haste, befinden sich in Trägerschaft der Schulstiftung des Bistums Osnabrück.

In der Wärmestube finden Wohnungslose und andere Menschen in Not 365 Tage im Jahr von 7 Uhr bis zum späten Nachmittag eine offene Tür. Neben kostenlosem Frühstück und Mittagessen können die Gäste Sanitär-, Ruhe- und Aufenthaltsräume nutzen, sich neu einkleiden und ihre Sachen waschen.

Die Don Bosco Kath. Jugendhilfe ist eine Jugendhilfeeinrichtung – wie die Wärmestube in Trägerschaft des Bischöflichen Stuhls – und bietet seit über 100 Jahren ambulante und (teil-) stationäre Hilfen für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Familien in belasteten Lebenssituationen an.