Festlicher Gottesdienst und stille Anbetung
Donnerstag, 4. Juni
19 Uhr
Christus König
Zehn Tage nach Pfingsten feiern wir Fronleichnam. Viele verbinden mit diesem Fest vor allem eine große Prozession. Der Gedanke dahinter ist auch verlockend: Alle sollen sehen, was uns wichtig ist. Wir wollen zeigen, dass in der Mitte unseres Glaubens ein Versprechen steht: In einem kleinen Stück Brot, in einem Schluck Wein begegnet uns auf verdichtete Weise das Versprechen Jesu: »Ich bin da, wo ihr seid!«
Die letzte Prozession in unserer Pfarrei haben wir im Jahr 2019 gehalten. Dann kam Corona. Aber auch ohne die der Pandemie geschuldeten Einschränkungen haben wir schon lange gespürt, dass immer mehr Menschen fragen: Ist eine Prozession mit dem Allerheiligsten noch oder – grundsätzlicher gefragt – überhaupt das richtige Zeichen? Wem wollen wir eigentlich was zeigen? Und – wiederum grundsätzlicher gedacht – gehören Brot und Wein nicht auf den Tisch, um geteilt und nicht, um angeschaut zu werden?
Es gibt keine einfachen Antworten auf diese Fragen. Vielmehr, so meine ich, sind diese Fragen Ausdruck einer Suchbewegung: Wo führt der Weg hin? Was bedeutet mir, was bedeutet uns die Eucharistie? Und welche Formen braucht es, um das zu feiern? Wir haben uns im Liturgieausschuss intensiv mit diesen Fragen beschäftigt. So ist unser Eucharistieprojekt entstanden, an dem sich in der Fastenzeit 2024 viele beteiligt haben. In der Franziskuskirche gab es verschiedene gestaltete Orte, wir haben am Donnerstagabend mit unterschiedlichen Gruppen und Gemeinschaften zuhause die Eucharistie gefeiert, ein geistlicher Tag zum Thema Eucharistie hat viele Menschen bewegt. Wir bleiben weiter auf der Suche, was uns die Eucharistie bedeutet.
Und Fronleichnam? Die Feier der Messe in einer schlichten Feierlichkeit und die Gelegenheit, nach der Messe vor dem eucharistischen Brot in der Monstranz still zu verweilen, ist momentan die Form, mit der wir in den letzten Jahren gute Erfahrungen gemacht haben. Wir laden herzlich dazu ein.
Alexander Bergel