
Impulse
Worte können heilen. Und zum Nachdenken bringen. Worte können Mut machen. Und neue Wege aufzeigen. Worte bringen Gefühle zum Ausdruck. Und Sorgen. Und Nöte. Glück und Unglück zeigen sich in ihnen ebenso wie Glauben und Hoffnung. Und natürlich Zuneigung und Liebe. Besonders schön ist es, wenn einem jemand solche Worte sagt. Wenn wir sie persönlich hören. Wenn wir spüren: Der meint mich!
Sie finden auf dieser Seite Gedanken, Erlebnisse, Deutungen, Diskussionsbeiträge, die uns eingefallen sind. Oder die wir anderswo gefunden haben. Und die wir mit Ihnen teilen. In der Corona-Pandemie hat sich das bewährt, vielen Mut gemacht und Lust auf mehr. Das freut uns natürlich sehr. Und deshalb machen wir einfach weiter!
Essays, Geschichten & Gedanken
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was genau
würde wohl
passieren
wenn du
vergisst
was du
alles
nicht
kannst
was dir
nicht
gelingt
wo du
meinst
lieber nicht
er macht das
viel besser
wo du denkst
hat noch nie
funktioniert
und du
gehst los
und machst es
einfach?
Alexander Bergel
23. Mai
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Das erste Amtsjahr von Papst Leo XIV. ist vorüber. Matija Vudjan analysiert die ersten Schritte des neuen Papstes im Horizont des vorigen Pontifikats.
Seine Gedanken vom 15. Mai finden Sie hier.
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Wie kostbar
das Leben ist
merkst du
doch oft
erst
wenn es am
seidenen Faden
hängt
Warum
eigentlich?
Alexander Bergel
9. Mai
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Warum zweifeln so viele Christen an der leibhaftigen Auferstehung Jesu Christi? Dominik Blum blickt auf Umfragen, Bibeltexte und Bert Brecht – und zeigt, was der Osterglaube heute wirklich bedeuten kann.
Seine Gedanken vom 10. April finden Sie hier.
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Der Karsamstag wird oft als Leerstelle wahrgenommen. Sonja Huber liest diesen Tag im Zusammenhang mit dem jüdischen Schabbat – für Jesus ein Herzensanliegen und dem Judentum ein Tag der Schönheit und Wonne
Ihre Gedanken vom 3. April finden Sie hier.
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Kaum eine biblische Gestalt ist so gegensätzlich gedeutet worden wie Maria Magdalena: als Sünderin und Heilige, als Vertraute, ja Geliebte Jesu und als erste Zeugin des Ostermorgens.
Dieser Essay richtet den Blick auf einen früheren Moment. In den Erzählungen vom Karfreitag erscheint Maria Magdalena als eine Frau ohne Stimme, an einem Ort, an dem alle Hoffnung zerbricht. Es lohnt sich, von hier aus die späteren Deutungen dieser Frau zu verfolgen. Und zu fragen, was ihre Präsenz unter dem Kreuz für heute bedeuten könnte. Für eine Zeit, die das Schweigen schwer aushält.
Die Gedanken von Stephan Lüttich vom 3. April finden Sie hier.
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Überall ist vom Priestermangel die Rede.
Berhard Nitsche, Professor für Fundamentaltheologie in Münster, meint jedoch, es gebe mehr als genug davon – wenn die Kirche denn ein theologisch passenderes Ämterverständnis hätte. Denn sie leidet nicht unter einem Priester-, sondern unter einem Ordinationsmangel.
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So leer
wie einst
erdacht
So klar
dass nichts
den Blick verengt
So offen
weil alle
willkommen sind
Der Ort
wo du stehst
ist heiliger Boden
Er
wird es
bleiben
Alexander Bergel
1. März
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Franziskus bleibt
am Leben
Weil Leben
wandern heißt
heißt es für uns
Abschied nehmen
Weil Leben
wandern heißt
heißt es für uns
Neu beginnen
Weil Leben
wandern heißt
heißt es für uns
Schritte wagen
Weil Leben
wandern heißt
heißt es für uns
Die Aussicht genießen
Weil Leben
wandern heißt
heißt es für uns
Nicht sterben sondern
am Leben
bleiben
Alexander Bergel
8. Februar
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Aus der Erinnerung an den Holocaust erwächst die Frage, wie religiöse Traditionen Verantwortung übernehmen, damit das »Nie wieder« mehr ist als eine Formel.
Ludger Hiepel, akademischer Rat auf Zeit am Institut für Biblische Exegese und Theologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster und Beauftragter der Universität gegen Antisemitismus, reflektiert die bleibende Aufgabe von Christ:innen und Muslim:innen, den ihren religiösen Traditionen eingeschriebenen Antijudaismus aufzuarbeiten und zu überwinden.
Seine Gedanken vom 27. Januar auf der Seite feinschwarz.net können Sie hier lesen.
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Statements, Interviews & Diskussionen
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Die erste Enzyklika von Papst Leo XIV. ist weit mehr als eine KI-Enzyklika: Anhand der KI als Sozialer Frage unserer Zeit zeigt der Papst, was es heute heißt, die Gesellschaft christlich zu denken – und aufzubauen.
Eine erste Zusammenfassung und Einordnung des Papstscheiben von Felix Neumann auf katholisch.de vom 25. Mai finden Sie hier.
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Nach dem Angriff eines Israeli auf eine Nonne in Jerusalem ist das Entsetzen groß. Gewalt gegen Christen durch jüdische Extremisten ist nicht neu, sagt Abt Nikodemus, aber sie eskaliert. Es fehle an Solidaritätsadressen der israelischen Regierung.
Ein Interview mit ihm im Deutschlandfunk vom 6. Mai können Sie hier hören.
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Bei seiner Wahl im Mai 2025 sahen viele im neuen Papst eine Art moralischen Gegenentwurf zum US-Präsidenten. Zunächst gab sich Leo XIV. diplomatisch zurückhaltend. Doch seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf Iran scheint der Papst seine Zurückhaltung abgelegt zu haben.
Einschätzungen des Historikers und USA-Experten Michael Hochgeschwender vom 10. April hören Sie hier.
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In den USA war das Christentum schon immer anders als in Europa. Bislang überwogen dort allerdings fromme und bibeltreue Evangelikale.
Doch mit dem Aufstieg Donald Trumps hätten christliche Nationalisten die Vormachtstellung übernommen, sagt Arnd Henze, der selbst Theologe ist und lange für den WDR und die ARD in den USA gelebt und gearbeitet hat. Ultranationalistische Christen sagten dem modernen Gesellschafts- und Rollenbild einen radikalen Kampf an, forderten das Ende der Demokratie und predigten dazu Militanz.
Ein Gespräch mit ihm vom 5. April können Sie hier hören.
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Opfer sexualisierter Gewalt leiden ein Leben lang – unter den Folgen dieses traumatischen Leids und auch unter der Ignoranz der Gesellschaft. Bis heute. Die Ausstellung »Shame – European Stories« erzäht die Geschichten Betroffener, zeigt ihre Gesichter – und fordert zum Hinsehen auf.
Einen Bericht von Astrid Fleute im Kirchenboten vom 10. März können Sie hier lesen.
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Max-Josef Schuster, Pastoralreferent im Ruhestand und systemischer Berater, lässt die übersehene Berufung der Frauen keine Ruhe.
Seinen Beitrag auf der theologischen Seite feinschwarz.net vom 6. Januar können Sie hier lesen.
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Die Brandmauer zur AfD muss »so lange halten, wie es geht«, so der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Georg Bätzing. Die AfD sei »menschenverachtend«, denn sie vertrete einen »völkischen Nationalismus«, erklärt der Bischof von Limburg.
Das Interview im Deutschlandfunk vom 21. Dezember können Sie hier hören.
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Klöster können in einem säkularisierten Europa Gegen-Orte sein, die Stabilität und geistliche Tiefe vermitteln, sagt der Trappist und Vorsitzende der Nordischen Bischofskonferenz, Bischof Erik Varden.
Im Gespräch mit Jan-Heiner Tück geht er dem Phänomen einer neu erwachenden Sehnsucht nach Erfahrungen der Transzendenz unter jungen Menschen nach.
Den Podcast der Zeitschrift Communio vom 19. November können Sie hier hören und lesen.
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Die Leseordnung in Gottesdiensten müsse geändert werden, sagt Annette Jantzen. Denn biblische Frauen kämen in den gelesenen Texten kaum vor – obwohl ihre Geschichten wichtig sind.
Im Podcast vom 1. Oktober spricht sie über Beispiele »herausgeschnittener« Frauen. Hier können Sie ihn hören.
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Nora Bossong ist im Hauptberuf Schriftstellerin. Rund ein Dutzend Bücher liegen vor – zuletzt der Roman Reichskanzlerplatz.
Nora Bossong, geboren 1982 in Bremen, sagt augenzwinkernd: Im Nebenberuf sei sie Ministrantin. Sie engagiert sich im Zentralkomitee der Deutschen Katholiken. Der wichtigste Nebenberuf war eine Zeitlang das Studium der Katholischen Theologie. Manchmal zieht sie sich in Klöster zurück.
Religion und Literatur – sind das für Nora Bossong zwei Paar Schuhe? Oder wie integriert sie beides in ihrem Leben?
Ein Interview mit ihr im Deutschlandfunk vom 5. September können Sie hier hören.
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Predigten
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Predigt an Pfingsten
zu Gen 11,1-9, Apg 2,1-12 und Joh 20,19-23
Um es gleich vorwegzusagen: Ähnlichkeiten mit anwesenden Personen sind natürlich rein zufällig. Und zweitens: Die Rollenverteilung in der nun folgenden Szene könnte selbstverständlich auch andersherum sein.
Ein Mann und eine Frau sitzen beim Abendessen. Die Frau sieht Kapern in der Suppe und fragt: „Was ist das Grüne in der Suppe?“ Eine Frage mit sehr viel Potential. Auf der Sachebene geht es um die Feststellung: Da ist etwas Grünes. Die Frau bringt damit zum Ausdruck: Ich weiß nicht, was es ist. Auf der Beziehungsebene sagt sie: Du hast gekocht, du wirst es schon wissen. Und das führt zum Appell: Sag mir doch, was es ist!
Eigentlich ganz einfach. Eigentlich. Aber oft läuft es ja eher so: Der Mann versteht seine Frau folgendermaßen: Auf der Sachebene heißt die Information immer noch: Da ist etwas Grünes. Der Mann hört: Mir schmeckt das Essen nicht. Auf der Beziehungsebene interpretiert er also: Du bist ein miserabler Koch! Und das führt zum Appell: Lass das nächste Mal das Grüne weg! Da der Koch die Frage nicht auf der Sachebene, sondern auf der Gefühlsebene hört, kommt es zu folgendem Dialog: „Was ist das Grüne in der Suppe?“ – „Mein Gott, wenn es dir hier nicht schmeckt, kannst du ja woanders essen gehen!“
Diese Szene kann ebenso im Auto vor einer grünen Ampel stattfinden oder auch – Grüße gehen raus an Loriot – bei allen Fragen rund um den Härtegrad von Frühstückseiern oder beim Versuch einer vielbeschäftigten Hausfrau, den Mann mal aus dem Sessel zu bugsieren und zum Spazierengehen zu schicken. Stichwort: „Ich hole dir deinen Mantel!“ Was der Mann am Ende des Dialogs zusammenfassend für sich und die Nachwelt festhält, ist den meisten sicher bekannt: „Morgen bringe ich sie um!“ Kurz – wiederum Loriot: „Männer und Frauen passen einfach nicht zusammen!“
Keine Sorge, dieser Frage gehen wir heute nicht nach. Aber dem Thema „Kommunikation auf verschiedenen Ebenen“. Ist das nicht etwas, das ziemlich gut zu Pfingsten passt? Ich meine, schon. Denn an Pfingsten geht es um Sprache. Es geht um Verstehen und nicht Verstehen. Um verstopfte Ohren und offene Herzen. Die Ausgangslage, bevor sich Pfingsten ereignet, ist offensichtlich: Alle sind nur bei sich. Die mythologische Geschichte des Turmbaus zu Babel schenkt uns ein Bild dafür. Ein Bild für dieses Verkapselt-Sein, für den Drang nach oben ohne Rücksicht auf Verluste, für das nur um sich selbst Kreisen. Damals war es so, heute ist es oft nicht anders.
Da gab es vielleicht mal ein gemeinsames Projekt, einen gemeinsamen Weg, eine Verbindung der Herzen: eine Freundschaft, eine Partnerschaft, ein berufliches Ziel, eine Vision – aber irgendwann hat das Herz aufgehört, aufmerksam zu sein für das, was der andere braucht, was die andere fühlt. Und man lebt nur noch nebeneinanderher.
Da gab es mal einen Konsens in unserem Land, dass wir nur gemeinsam eine Zukunft haben können. Demokratie bedeutet ja nicht, immer dieselbe Meinung zu haben, im Gegenteil! Eine Demokratie zu gestalten, bedeutet, um die Sache zu ringen, Wege zu suchen, die allen eine positive Entwicklung ermöglicht. Heute erleben wir überall auf der Welt, auch bei uns, ein zunehmendes Erstarken jener Kräfte, die unterscheiden wollen in Menschen mit Würde und Menschen ohne Würde. Faschistoide Meinungen werden absolut gesetzt („Das wird man doch wohl noch sagen dürfen!“), der Gegner in letzter Konsequenz vernichtet.
In unserem Bistum hatten wir mal die große Überschrift: „Gott und den Menschen nahe!“ Was sich selbstverständlich anhört, möchte ich gerne wieder etwas deutlicher in die aktuelle Diskussion einbringen. Die neue Überschrift lautet nämlich: „verändert bleiben!“ Das muss nicht falsch sein, denn es stimmt: Die Situation der Christinnen und Christen in Deutschland ist: Wir sind eine Minderheit. In zwanzig Jahren gibt es bei uns vermutlich nur noch einen Bevölkerungsanteil der Christen von 10 %. Das heißt: Es kann nicht alles so bleiben, wie es war. Und das wird es auch nicht. In unserer Pfarrei gehen wir ja schon lange Wege des sich Veränderns. Seien es neue Gottesdienstformen, sei es die immer breiter aufgestellte Arbeit unserer Caritas, die besonders stark über den eigenen Kirchturm hinausblickt, oder unser großes Projekt Kolumbarium St. Franziskus, das – in Deutschland einmalig – ein Ort wird für alle, ohne dass wir unsere christliche Grundlage verstecken.
Verändert bleiben – das Bistumsstichwort kann der Gefahr erliegen, mit schönen Worten am Ende eine technische Abwicklung von Strukturen zu werden. In diesen Strukturen leben aber Menschen. In diesen Strukturen leben wir! Und spätestens da kommt nun er ins Spiel: der Heilige Geist. Die Erfahrung von Ostern (Jesus tritt durch verschlossene Türen hindurch und rührt die Herzen der verängstigten Jüngerinnen- und Jüngerschar an) und die Erfahrung von Pfingsten (Die Kraft aus der Höhe wirbelt alles gehörig durcheinander, sie öffnet die Ohren und schafft eine Verbindung zwischen Verstand und Herz) – die eine wie die andere Erfahrung damals kann zu unserer Erfahrung werden.
Sie kann zu unserer Erfahrung werden, wenn wir anfangen, die sachliche Analyse mit den Augen des Herzens zu betrachten. Also: Die Herausforderungen in unserer Demokratie gehen mich an! Bring dich ein! Rede! Höre! Widerspreche! Versöhne! Die Veränderungen in unserer Pfarrei gehen mich an! Lass andere teilhaben an deinem Glauben! An deinen Fragen! An deiner Kreativität! Die Entwicklungen in unserem Bistum gehen mich an! Misch dich ein! Mit Herz und Verstand! Mit Lust und Leidenschaft! Damit wir eine Gestalt finden, die nicht nur technisch abgewickelt wird, sondern ein Herz hat.
Es wird auch weiterhin Momente geben, in denen man spürt: Es ist schwierig. Denn wir sind und bleiben unvollkommene Menschen (Stichwort: Das Grüne in der Suppe). Pfingsten zu feiern, ermutigt mich aber, nicht aufzugeben. Nicht aufzugeben, sondern Sinn und Verstand, Herz und Bauch, Intellekt und Gefühl zusammenzudenken und so immer wieder Brücken zu schlagen.
Vielleicht werden wir dann immer weniger hören: „Mein Gott, wenn es dir hier nicht schmeckt, kannst du ja woanders essen gehen!“, sondern: „Danke, dass du mir von dir erzählt hast!“ Wäre das nicht ein wahrhaft pfingstlicher Weg in die Zukunft?
Alexander Bergel
24. Mai
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Predigt am 7. Ostersonntag
zu Joh 17,1-11
Ja
mittendrin
da stehen wir
mittendrin
in dieser Welt
mit einem Auftrag
im Gepäck
Hört in euch hinein
hört aufeinander
sprecht von dem
was ihr erfahren habt
und dann
dann geht
hinaus
Beachte
die Reihenfolge
wenn Du
die
Verhältnisse
ändern
willst
Krisengeschüttelt
die Welt
krisengeschüttelt
dein Leben
krisengeschüttelt
alles um dich
herum
So war es
eigentlich
immer
schon
so wird es
wohl auch
bleiben
Doch eines
sei dir sicher
eines bleibt
genauso wahr
alleine
bist du
nicht
Immer wieder
gibt es da
den
einen
der so
denkt
wie du
Immer wieder
gibt es da
die
eine
die ganz anders
denkt
als du
Beide retten
dich
vor dem
Abgrund
beide helfen dir
den Weg zu finden
deinen Weg
den Weg
der zum Leben führt
ja,
das Leben
selber
ist
Und sein Geist
sein Rückenwind
der kommt
vielleicht nicht heute.
vielleicht auch nicht
gleich morgen
wart es nur ab
Denn sein
Versprechen
gilt
ich lasse dich
ohne Beistand
sicher nicht
zurück
Mach dich also
auf die Suche
Noch ist
Zeit
und gewiss nicht
aller Tage
Abend
Alexander Bergel
17. Mai
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Predigt an Christi Himmelfahrt
zu Apg 1,1-11
Nun ist er endgültig weg. Auf und davon. Und die Jünger? Und wir? Wir bleiben zurück. Wie so oft. Und müssen sehen, wie es weiter geht. Ja, wie geht es denn weiter? Was bleibt von dieser unglaublichen Botschaft? Was bleibt von Jesus? Erst einmal bleibt die Frage: Bin ich bereit, ihm zu folgen? Ihm, der vom Frieden nicht nur sprach, sondern ihn lebte. Ihm, der mit jeder Faser seiner Existenz davon überzeugt war, dass die Liebe immer die stärkeren Argumente hat. Ihm, der barmherzig war. Und mutig. Und kraftvoll. Und am Ende tot.
Bin ich bereit, einem zu folgen, der alles gegeben hat, sogar sich selbst? Kann ich glauben, dass der, der starb, fürchterlich zugerichtet am Kreuz, dass genau der von den Toten auferstanden ist? Und macht mir das alles Mut, darauf mein ganzes Leben zu gründen? Wer sich das traut, der spürt – vielleicht nicht immer sofort, aber vielleicht doch immer mal wieder –, welche Kraft von Ostern ausgeht: Einer stirbt, damit alle leben. Einer lebt, damit wir nicht ins Dunkle sinken. Einer sprengt die Dimensionen dieses Lebens auf, damit wir weit werden im Denken, Fühlen und Handeln. Einer sendet seinen Geist, damit das alles nicht in Vergessenheit gerät, sondern eine Zukunft hat.
Aber was ist, wenn eigentlich immer mehr dagegenspricht? Wenn die Spötter immer lauter rufen: „Du und dein Gott, lächerlich!“ Wenn das, was wir in der Kirche erleben, für viele nur noch zum Weglaufen ist? In diesen Momenten, dann, wenn ich denke, lass es sein, versuche ich, mich an das Feuer des Anfangs zu erinnern. Jede, jeder von uns hatte es einmal in sich, dieses Feuer. Und mitunter lodert es doch auch noch, oder? Zumindest aber die Glut, die müsste noch da sein. Und wenn nicht? Ja, was ist dann? Dann hoffe ich, allen Zweifeln zum Trotz, dass einer kommt, der sie neu entfacht, die Glut. Wie sich das anfühlt? Warten wir ab. Bald ist Pfingsten!
Alexander Bergel
14. Mai
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Predigt am 5. Ostersonntag
zu Joh 14,1-12
Keiner weiß,
wohin
die Reise geht.
Der Weg durch’s Leben –
er wird immer
voller Überraschungen sein.
Voller Sackgassen
und Seitenwege.
Wie oft schon
hab ich mich verlaufen.
Wie oft schon
ganz neu angesetzt.
Versucht,
durch all das Chaos,
durch Rückschläge
und Enttäuschungen
hindurch
zu ahnen,
wie das Leben
wirklich
funktioniert.
Genau verstanden
hab ich es bis heute
nicht.
Wie oft schon
waren aber plötzlich
Menschen da.
Menschen,
die wussten,
wo es lang geht.
Meist dort,
wo ein Weg
sich gabelte
oder Mauern
unbezwingbar schienen.
Auch dort waren sie
zur Stelle,
wo die Straße sich
in dunkler Nacht
verlor.
Nicht nur einmal
waren plötzlich
weite Strecken
wie im Flug
geschafft.
Und nicht nur einmal
stellte es sich ein –
dies unbeschreibliche Gefühl:
Es ist so
schön,
dies wunderbare
Leben!
Den Weg dorthin –
den kennt ihr.
Ja,
mitunter schon …
Zum Glück
hat Thomas
noch mal
nachgefragt.
Denn so konnte er
hören,
dass
sein großes Vorbild,
sein Meister,
sein Freund
bei allem
mit von der Partie
war.
Und ist.
Und bleiben wird.
Egal,
was kommt.
Dass er selbst
der Weg ist.
Und die
Wahrheit auch,
die mich
all das
erkennen lässt.
Kurz:
Ein ganzes
reiches
Leben.
Wenn ich’s
zulasse,
auch
meins!
Alexander Bergel
3. Mai
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Predigt am 3. Ostersonntag
zu Joh 21,1-14
Sieben Männer am See. Dort also, wo sie sich auskennen. Endlich wieder! Zu viel war auch geschehen. Der, auf den sie ihre ganze Hoffnung gesetzt hatten, war tot. Was macht man, wenn ein Projekt gescheitert ist? Viele sagen dann: Ich geh zurück. Zurück in die vertraute Umgebung. Zu vertrauten Menschen. Zurück in vertraute Muster. Das muss nicht falsch sein. Aber darin liegt auch eine Gefahr. Beides begegnet uns am See von Tiberias. Und vermutlich auch in unserem eigenen Leben.
Sie hatten es doch wirklich gewagt: Petrus und Thomas, Natanael, die Zebedäussöhne und noch zwei weitere seiner Jünger. Sie waren Jesus gefolgt. Hatten alles stehen und liegen gelassen. Hatten gesehen, wie er Menschen berührt und geheilt, sie alle in Frage und manche der Drangsalierten und Ignorierten in die Mitte gestellt hatte: Frauen und Kinder und die vielen anderen Schutz- und Rechtlosen seiner Zeit. Genau das – und vor allem, dass Jesus all das mit Gott in Verbindung bringt – hatte ihn das Leben gekostet. Sein Lebensprojekt war gescheitert. Und sie mit ihm. Oder doch nicht?
Jesus war von den Toten auferstanden. Was erst als Weibergeschwätz verunglimpft wurde, hatte zu einer realen Begegnung mit dem Auferstandenen geführt. Thomas, der all das massiv in Frage gestellt hatte, wurde im Innersten erschüttert, als er Jesus an seinen Wunden erkannte. Aber dann fing der Alltag doch wieder an. Jesus war nicht mehr so da, wie sie es gewohnt waren. War es vielleicht doch alles nur Einbildung? Mehr Wunsch als Realität? Was also sollten sie noch tun in Jerusalem? In jener Stadt, die so voller Sehnsucht nach Frieden und Leben ist, dass es sich bis heute spüren lässt. In jener Stadt aber, vor deren Toren der Friedensfürst sein Ende fand.
Also zurück in die Heimat. Vielleicht, so hatten sich die sieben Männer damals gedacht, vielleicht brauchen wir nur etwas Ruhe. Vielleicht brauchen wir den alten bekannten Rahmen. Vielleicht, wenn wir erstmal wieder in der Spur sind, vielleicht findet sich dann alles wie von selbst. Also gehen sie fischen. Doch sie fangen – nichts. Erst als da einer kommt und für einen neuen Blick auf die alten Dinge sorgt, erst dann geschieht das Wunderbare: Fische ohne Ende! Und in all dem diese Spannung: Ist er es vielleicht wieder? Keiner traut sich, dem Gedanken bis zum Ende zu folgen. Nur der, der mit den Augen der Liebe auf alles blickt, der erkennt: „Es ist der Herr!“
Dem Auferstandenen zu folgen, ist keine einfache Sache. Zu stark sind die Argumente dagegen. Zu groß die Verunsicherung. Zu mächtig die alten bekannten Bahnen. Die Begegnung der Sieben am See zeigt mir aber, dass es doch gehen kann. Dass es gehen kann, Ostern mitten im zermürbenden täglichen Allerlei zu erleben. Denn dort, wo alles seine Ordnung hat, dort, wo eigentlich niemand mehr etwas erwartet, dort, wo ich festgelegt zu sein scheine – dort, genau dort beginnt plötzlich etwas Neues. Damals war es jedenfalls so. Warum nicht auch heute?
Alexander Bergel
19. April
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Predigt in der Osternacht
Und plötzlich war da kein Dunkel mehr, nur noch Licht. Trauer wich der Freude und der Schmerz einem Glücksgefühl, das sich nicht in Worte fassen lässt. Ob es so war, damals in Jerusalem? Wahrscheinlich nicht. Genau so wenig wie heute an den vielen Gräbern dieser Welt. Denn seien wir ehrlich: Auch wenn wir mitten in der Nacht nun von strahlendem Licht umgeben sind – die Nacht, sie ist ja nicht verschwunden. Im Gegenteil: Die Dunkelheit ist immer noch da. Nicht nur der Blick aus den Fenstern verrät es, auch der ehrliche Blick in unser Leben. Ist das vielleicht der Grund, warum wir der Dunkelheit in der letzten Stunde ganz schön viel Raum gelassen haben? Bis hinein in die Geschichte von Maria Magdalena und Jesus am Grab. Ja, vielleicht ist das der Grund. Aber der Reihe nach.
Am Anfang haben Sie sich auf den Weg gemacht. Durch die Nacht hindurch, hin zum Feuer. Plötzlich war da ein Flackern, mitten in der Nacht. Vielleicht hören Sie noch das Knacken des Holzes, sehen noch die Funken, die den Weg ins Dunkle suchen und finden. So wie Sie selbst kurze Zeit später auch. Vielleicht tastend und unsicher, froh über jemanden, an dessen Seite Sie Ihren Weg in die Kirche gehen konnten. Und dann kam sie, diese eine große Kerze, Symbol für den, dessen Auferstehung wir feiern. Frohlocket, ihr Chöre der Engel! Geschwunden ist allerorten das Dunkel! Noch nicht ganz, das ist offensichtlich. Und doch: Wenn jede und jeder dieses Licht an sich heranlässt, geschieht etwas. Wir sehen Umrisse, alles wird deutlicher erkennbar. Wir erkennen in dem, der neben uns steht, ein menschliches Gesicht. Augen schauen uns an. Augen, die sagen: Ich freue mich, dich zu sehen.
Und nachdem wir die alten Geschichten gehört haben, wird es immer klarer, worum es in dieser Nacht geht. Es geht um eine neue Sicht. Um Mut. Und Vertrauen. Adam und Eva – das sind wir. Wir am Anfang eines Weges, der immer wieder neu beginnen kann. Noah und die Arche – das sind wir. Wir inmitten der Abgründe und Wagnisse unseres Lebens, oft mit dem Wasser bis zum Hals. Mose und Mirjam – das sind wir. Wir auf der Suche nach Freiheit, nach Wahrheit und nach Glück. Maria Magdalena und Jesus – das sind wir. Wir mittendrin im Wechselspiel von Tod und Leben, von Trauer und Freude, von Abschied und Neuanfang. Und all das inmitten einer Welt, die immer kälter zu werden droht. Inmitten einer Welt, die vielen Angst macht, wie schon lange nicht mehr. Inmitten einer Welt, in der Menschen ums Leben kommen, weil sie frei sein wollen.
Es ist immer noch dunkel in dieser Welt. Und das Licht, das wir feiern, kann diese Dunkelheit nicht überstrahlen, ohne sich den Vorwurf einzuhandeln, eine Nebelkerze oder ein inszeniertes Feuerwerk zu sein, das der Realität nicht standhalten kann. Was aber ist die Realität? Adam und Eva haben das Paradies hinter sich gelassen, weil sie spüren, dass das Leben nicht nur Licht, sondern auch Schatten enthält. Der Preis der Freiheit. Aber sie haben sich. Und auch jenseits des Paradieses einen Gott, der sie nicht schutzlos in die Welt entlässt. Noah war kein Träumer. Er war Realist. Deshalb baute er seine Arche, auch wenn alle anderen meinten:
Der spinnt. Tod und Unheil, all das umgab ihn. Doch dann kam die Taube mit dem Ölzweig. Und der Regenbogen. Mose und Mirjam finden sich mit dem Gesetz der Sklaventreiber nicht ab. Sie gehen los, durch Mauern des Nichtgangbaren hindurch. Und werden erwartet von der Freiheit. Maria Magdalena bleibt nicht bei sich in ihrer Trauer. Von wegen „tot ist tot“. Sie geht weiter. Liebt weiter. Vertraut weiter. Und dann hört sie ihren Namen. Und alles ist anders.
Kennen Sie solche Erfahrungen? Da ist ein Mensch, mindestens einer, der geht mit mir durch Dick und Dünn. Da plane ich etwas, was keiner versteht, aber ich spüre: Ich muss es tun. Da ist der ungeheure Drang nach Freiheit, und all die Relativierer, die Vernünftigen, die, die wissen, wie es läuft, können sie mir nicht ausreden. Meine Trauer, die Trauer um einen geliebten Menschen oder eine Idee oder etwas, was einfach nicht mehr ging, diese Trauer wandelt sich in die Erkenntnis: Sie hat nicht das letzte Wort über mein Leben, nein, sie war nur der Durchgang zu etwas ganz Neuem! All das – wenn Sie so etwas auch schon mal erlebt haben, wissen Sie, was ich meine –, all das geschieht selten mit absoluter Klarheit und meist nicht in der Glut des Mittags. Nein, all das geschieht oft im Dunkel der Nacht oder kurz bevor der Morgen dämmert. Und es braucht Zeit. Aber dann, wenn sich die Kraft des Neuen entfaltet, wird das Leben wieder strahlend hell.
Ich traue diesem Licht, denn er kommt nicht protzig daher. Es kennt die kleine Flamme und den flackernden Kerzenschein genauso wie das lodernde Feuer und die helle Mittagssonne. Und auch wenn wir wissen, es wird weiter dunkle Stunden geben und die ängstliche Sorge um die Zukunft dieser Welt lässt sich nicht einfach so zur Seite legen, könnten wir es doch so machen, wie all die Frauen und Männer, deren Geschichten wir uns in dieser Nacht erzählt haben: Wir können unser Licht leuchten lassen, auch wenn es flackert und kurz vor dem Erlöschen ist, weil wir seine Kraft in dieser Nacht erlebt haben. Und dann – dann könnten wir losgehen und trotz allem eines tun: dem Leben mehr vertrauen als dem Tod.
Alexander Bergel
4. April
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Predigt am Gründonnerstag
zu 1 Kor 11,23-26 und Joh 13,1-15
Es war ihm wichtig. Wirklich wichtig. Viel brauchte er nicht dazu. Einen Tisch. Brot und Wein. Und ein Herz voller Liebe. Ein Herz, das keine Grenzen akzeptiert. Nicht mal die Grenze des Todes. Ja, Jesus hat Grenzen überwunden. Immer wieder. Grenzen der Herkunft. Grenzen der Geschlechter. Grenzen des Denkens. Und so war bei ihm mit einem Mal alles möglich: Menschen am Rande standen plötzlich in der Mitte. Menschen ohne Durchblick konnten wieder sehen. Menschen mit verstopften Ohren nahmen plötzlich auch die Zwischentöne wahr. Menschen ohne Gesicht hatten plötzlich ein Ansehen.
Immer wieder hat Jesus Menschen eingeladen, mit ihm zu essen und zu trinken. Wer vorher auf klare Regeln stieß, die bestimmten, wer dazugehört und wer nicht, hört nun eine Frage: Möchtest du dabei sein? Viele haben Ja gesagt. Und dieses Ja hat ihr Leben verändert. Am letzten Abend seines Lebens lädt Jesus wieder ein. Diesmal den engsten Kreis. Er ahnt, nein: er weiß wahrscheinlich ganz genau, dass dieser Abend sein letzter sein wird. Es wird ein Abend des Abschieds. Ein Abend der letzten Worte. Ein Abend der letzten Zeichen. Ein Abend, der eine ganze Welt enthält: „Nehmt und esst, das ist mein Leib. Nehmt und trinkt, das ist mein Blut.“ Mit anderen Worten: „Seht her, meine ganze Liebe, alles, was ich bin und habe, meine Träume, meine Taten, mein Leben und mein Sterben auch – alles gebe ich in eure Hand.“
Später wird man fragen: Was bedeutet das: Leib und Blut? Wie kann, wie muss ich es deuten? Wie soll man ein Geschenk, in Liebe gegeben, anders deuten als: „Seht her: Hier bin ich! Und hier bleibe ich!“ Keine Magie, kein Zauber könnte das je erklären. Die Philosophie dahinter ist ganz einfach: „Mensch, ich bin und bleibe da, wo du bist! Wenn du mir vertraust, dann wirst du es erleben, das verspreche ich, du wirst erleben, dass du nicht ins Bodenlose fällst. Du wirst es erleben in deinen Ölbergnächten, da, wo du voller Angst und ganz alleine bist. Du wirst es erleben, wenn du dein Kreuz schleppst. Du wirst es erleben, wenn die Zahl der Gräber immer größer wird, an deren Rand du trauerst. Ja, du wirst es spüren!“
„Doch“, so viel Offenheit muss sein, an einem Abend wie diesem, einem Abend, an dem alles auf den Tisch kommt, „doch, Jesus, was ist, wenn ich das, was du in dieses Brot und diesen Wein hineingelegt hast, einfach nicht (mehr) spüre? Was, wenn ich Brot und Wein zwar koste, aber mir das alles gar nichts gibt? Was, wenn ich gerne fühlen würde, dass du mein Leben trägst und dich mir schenkst – da aber gar nichts ist?“ Schon damals waren viele Fragen mit im Raum. Wer weiß: Vielleicht auch Fragen wie diese. Und vielleicht waren es auch solche Gefühle, die Jesus motiviert haben, noch einen Schritt weiterzugehen.
Er stand vom Tisch auf, nahm Wasser und bückte sich, hinein in den Dreck. „Wenn es so ist“, so höre ich ihn sagen, „wenn es so ist, dass du alles spürst, nur meine Liebe nicht, dann ist vielleicht die Zeit gekommen, dass auch du aufstehst – und etwas tust! Mach’s wie ich: Teile dein Leben! Und deine Liebe! Überwinde Grenzen! Mit einem Krug Wasser in der Hand, um dem, der dich braucht, die Füße zu waschen. Zeige ihm: Ich bin da für dich! Auch wenn‘s dir dreckig geht. Zeige ihm: Ich gehe mit dir Wege, von denen wir beide nicht wissen, wohin sie führen. Aber ich gehe mit! Und wenn der Weg zu lang wird, werde ich dir die Füße verbinden.“
Es gibt viele Wege, dem Geheimnis der Liebe Jesu auf die Spur zu kommen. Einer Liebe, die du dir auf der Zunge zergehen lassen kannst. Einer Liebe, die anpackt. Einer Liebe, die Hoffnung schenkt. Einer Liebe, die nicht wegläuft. Einer Liebe, die Grenzen überwindet. Am Ende sogar die Grenze des Todes.
Alexander Bergel
2. April
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Predigt am Palmsonntag
zu Mt 21,1-17.46
Zerrissener geht es kaum. Jubel hier, Ablehnung dort. Auf der Straße der erwartete Befreier, im Tempel der alles über den Haufen werfende Umstürzler. Jubelnde Massen draußen, auf Abwehr programmierte Priester drinnen. So war es damals in Jerusalem. Und der, um den es sich dreht – Jesus aus Nazareth, der Befreier, der Prophet, der Störenfried, der Zärtliche, der Zerstörer –, er steht da und fordert eine Antwort. Damals. Und heute auch.
Jesus lässt sich nicht abbringen von seinem Weg. Zu den Menschen führt dieser Weg. Ohne Kompromisse. Alles, was sich dem entgegenstellt, räumt er weg. Traditionen, die nicht mehr tragen, die hohl und leer, mitunter sogar falsch oder gar menschenverachtend geworden sind, genauso wie eine geschäftemacherische, gewinnmaximierende, die Sorgen der Menschen vergessende Wirtschaft und Politik. Kein Wunder, dass die Mächte des Marktes und die Mächtigen alle Zeiten sich schwer tun mit ihm.
Man könnte ihn laufen lassen. Reden lassen. Ein bisschen Heilen hier, ein wenig Aufmunterung dort – das stört nicht. Ist vielleicht auch ganz gut für die Schwachen, die Kranken, die, die es halt nicht bringen. Aber wehe, wenn aus diesem Gutmenschentum eine Bewegung wird! Wehe, wenn Menschen so berührt, so gekräftigt, so nachdenklich geworden sind und plötzlich so stark, dass die Worte und Taten Jesu Folgen haben!
Denn dann wird es gefährlich. Nicht nur für die Großen und Mächtigen. Nein, gefährlich wird es auch für mich. Dann nämlich, wenn diese Dynamik mich ergreift, wenn ich der Frage nicht mehr ausweichen kann: Was bist du bereit zu tun? Wir wissen es schon lange, aber Jahr für Jahr erinnert uns diese Woche daran: Jesus zu folgen, das hat Konsequenzen. Weil er selbst so konsequent war. Nicht nur reden, sondern handeln. Nicht nur von Gott sprechen, sondern ihm zur Stimme werden. Nicht nur an der Hülle kratzen, sondern zum Kern vordringen. Um diesen Kern geht es an diesen Tagen.
Wir erinnern uns an das, was war. Um zu verstehen, was ist. Was immer ist: Nähe und Distanz. Zuneigung und Ablehnung. Freundschaft und Verrat. Liebe und Hass. Schmerzen und Zärtlichkeit. Einsamkeit und Begegnung. Fragen und Antworten. Licht und Dunkel. Leben und Tod. Wir erinnern uns an den Weg Jesu. Und betrachten dabei unseren eigenen Weg. Unseren Weg mit all seiner Zerrissenheit. Denn das ist es doch, was uns oft so zu schaffen macht, oder? Dieses Zerrissen-Sein. Zerrissen zwischen Zustimmung und Ablehnung. Zerrissen zwischen Nähe und Abstand. Zerrissen zwischen Mut und Kraftlosigkeit. Zerrissen zwischen Ja und Nein.
Auch Jesus war zerrissen. Auch Jesus war nicht immer stark. Auch Jesus wusste nicht immer auf alles eine Antwort. Am Ende seines Lebens schreit er es heraus: Warum, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Selbst bei ihm, dem Gottessohn, tiefe Zerrissenheit! Doch dabei bleibt es nicht. Er, der nicht nur in die tiefsten Niederungen des Menschseins hinabgestiegen ist, um dort allen zu begegnen, die am Boden liegen, er ist in die tiefsten Abgründe auch seiner Seele hinabgestiegen, am Ende gar in die tiefsten Tiefen des Todes. Doch dort, genau dort, ist er dem Leben begegnet. Dem ursprünglichen, wahren, kraftvollen Leben.
Am Beginn dieser Woche, in der die Zerrissenheit der Welt, in der die Zerrissenheit unserer eigenen Existenz für alle sichtbar wird, irgendwo zwischen Hosianna und Kreuzige ihn, am Beginn dieser Woche und auch an deren Ende und zwischen den Zeilen auch, da leuchtet bereits etwas anderes auf. Ein Gefühl, nein, das wäre zu wenig – eine Kraft, ja eine Kraft, die mich packt und überwältigt und aufrichtet und heilt. Ich werde selbst kraftvoll, traue mich, Dinge zu benennen, breche heraus aus dem eigenen Panzer, sehe das Gute – trotz allem, was dagegen spricht -, freue mich am Leben und trete dafür ein. Ja, selbst der Tod macht mir dann keine Angst mehr. Was für eine Verheißung! Jesus ist diesen Weg gegangen. Warum sollten wir das dann nicht auch schaffen?
Alexander Bergel
29. März
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Predigt am 4. Fastensonntag
zu Joh 9,1-41
Sie zieht sich in die Länge, die Heilungsgeschichte des Blinden. So wie kaum eine andere. Sonst geht es meist recht schnell: „Glaubst du, dass ich dir helfen kann?“, fragt Jesus oft. Und wenn der Kranke antwortet: „Ja, ich glaube, dass du mich gesund machen kannst!“, ist es auch schon passiert. Hier ist es anders. Allerdings nicht zufällig. Indem Johannes lang und breit das Umfeld der Heilung beschreibt und viele Nebengeschichten erzählt, macht er eines deutlich: Sich von Gott berühren zu lassen, das geht nicht nebenbei.
Wenn Gott wirklich in unser Leben dringt, dann tut er es ganz. Alles wird davon erfüllt. Meine Vergangenheit, meine Gegenwart, meine Zukunft. Das Umfeld, in dem ich lebe. Meine Gewohnheiten. Meine Denkstrukturen. Meine Unbeweglichkeit. Alles. Und einen weiteren Grund gibt es: Jeder hat seine „blinden Flecken“. Was für den einen völlig klar, gar kein Thema ist – für den anderen wird es zu einer Herausforderung. Und so lade ich Sie ein, sich auf die Suche zu machen nach Ihren „blinden Flecken“. Und damit auch auf die Suche nach Ihren Heilungschancen! Drei Richtungen der Heilungsgeschichte können uns dabei helfen. Vielleicht bleiben Sie ja bei einer hängen:
Die Jünger fragen Jesus: „Wer hat gesündigt, so dass dieser Mann blind ist – er oder seine Eltern?“ Grausame Frage. Denn Gott ist kein Strafender, der Krankheiten verteilt. Auch wenn manche so denken … Aber: Wie oft passiert es, ja wie einfach ist es, Verantwortung für eigenes Handeln auf andere abzuschieben. Oder unbedingt einen Schuldigen finden zu wollen, den es manchmal aber gar nicht gibt. Neige ich dazu?
„Einige der Pharisäer meinten: Dieser Mensch kann nicht von Gott sein, weil er den Sabbat nicht hält.“ Es gibt sie immer wieder: jene Menschen, die genau zu wissen meinen, wo es lang geht. Was richtig ist und was falsch. Wie Gott ist und wie nicht. Gehöre ich zu diesen Leuten?
„Der Blinde antwortete: Ob er ein Sünder ist, weiß ich nicht. Nur das eine weiß ich: Dass ich blind war und jetzt sehen kann.“ Wer kennt das nicht? Man hält sich bei Nebensächlichkeiten auf. Und verliert den Blick für das, was wirklich zählt. Der Blinde setzt die richtigen Prioritäten. Tue ich das auch?
Verantwortung auf andere abwälzen – in eigenen Denkstrukturen gefangen sein – nur das Schlechte sehen: dies können „blinde Flecken“ sein. Krankheiten, von denen Menschen geheilt werden müssten. Wie sieht das bei mir aus? Müsste ich mich dem vielleicht mal stellen?
Alexander Bergel
15. März
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Predigt am 3. Fastensonntag
zu Joh 4,5-42
Es war um die sechste Stunde. Mittagszeit. Heißer geht es kaum. Da kam eine Frau, um Wasser zu schöpfen. In der Frühe, dann, wenn alle anderen kamen, war für sie kein Platz. An diesem Mittag aber, da bekommt sie eine Aufmerksamkeit, die alles verändern sollte. Denn auch Jesus ist da. Eigentlich will er sich nur ein wenig ausruhen. Und einen Schluck trinken. Aber ein Schöpfgefäß, das hat er nicht dabei. Die Frau schon. Und er, er hat etwas, das sie gar nicht mehr kennt. Jesus hat ein offenes Ohr. Und Antworten auf ihre Fragen, die sie ganz tief in sich vergraben hat. Jesus gibt der Frau eine Antwort, die in diese Tiefe hinein geht. Er bietet ihr Wasser, das keinen Durst mehr zulässt.
Je länger sie sich unterhalten, desto deutlicher wird der Frau, woher dieses Wasser kommt. Es kommt von einem, der ins Herz schaut. Der zuhört. Der den Menschen so nimmt, wie er ist. Den Menschen mit seiner Geschichte. Mit seinen Verletzungen und Brüchen. Den Menschen mit seinen Fragen und seiner Sehnsucht. Die Frau merkt – vielleicht zum ersten Mal in ihrem Leben: Hier geht es um mich. Dieser Jesus – er wendet sich mir zu. Nur mir. Jetzt. Und er verurteilt nicht. Er bewertet nicht. Er schaut mich an. Und macht aus einer Ausgeschlossenen eine Botschafterin, die sich plötzlich etwas zutraut. Und ihrem Dorf berichtet, was geschehen ist.
Im Gegensatz zu vielen männlichen Verkündern ist der Name der Frau nicht überliefert. Wie so oft. Aber von ihrem Schicksal, von dem, was in ihr steckt, und von dem, was sie sich plötzlich zu trauen wagt, davon sprechen wir bis heute. Zum Glück! Denn auch heute noch gibt es Frauen wie sie. Frauen, die an den Rand gedrängt, die kleingehalten oder sogar verfolgt werden. Und die trotzdem eintreten für ihre Sache. Weil sie spüren: Ich muss es tun! Weil sie spüren: Ich habe einen Auftrag! Weil sie spüren: Wenn nicht ich, wer sonst?
Ich denke an die alte Frau, der ich vor einiger Zeit begegnet bin. Ganz plötzlich war da eine Tiefe im Gespräch, mit der ich überhaupt nicht gerechnet hatte. Es war ein Gespräch über ihr Leben. Und über meines. Über ihren Glauben. Und über meinen. Über ihren Kirchenfrust. Und über meinen. Sie hatte schon so vieles erlebt. So viele Aufbrüche kommen und wieder verschwinden sehen. Weil es da die Mächtigen in der Kirche gibt, die einfach sagen: Nein, das machen wir nicht. Sie hat mir erzählt, wie sie sich diesen Mechanismen entgegengestellt hat. Ohne zu verzweifeln. Jahrzehntelang. Und dann sagte mir diese alte Frau: „Sie erleben das ähnlich, oder? Aber geben Sie nicht auf! Dafür ist die Botschaft Jesu zu kostbar!“ Was für ein Gespräch! Ein Jakobsbrunnen-gespräch mitten in Osnabrück.
Ich denke an die Frauen und Männer, die sich Ende Januar zur letzten Versammlung des Synodalen Weges getroffen haben. Sie haben darum gerungen, wie die Botschaft Jesu in unsere Zeit hineingetragen werden kann. Und zwar so, dass die Strukturen der Kirche, ihr Machtanspruch, ihre Entscheidungen, wer würdig ist und wer nicht, dieser Botschaft nicht mehr entgegenstehen. Viele wollen Veränderungen. Manch Mächtige wollen sie verhindern. Als ob es darum ginge, Gott vor irgendetwas schützen zu müssen. Nein, kein Kirchenmann muss Gott retten oder ihn schützen. Jesus selbst hat sich, hat Gott doch verwundbar gemacht. Hat ihn mitten in diese Welt gestellt. In eine Welt mit all ihren Herausforderungen, Krisen und zerstörerischen Dynamiken. Und mitten in dieser Welt hat Jesus seine Arme weit ausgebreitet und zu allen, zu wirklich allen gesagt: „Kommt, die Tore stehen offen!“ Manchmal musste Jesus zwar auch erst lernen, wie grenzüberschreitend diese offenen Arme sind. Nicht selten sogar haben ihm Frauen dabei auf die Sprünge geholfen. Aber er hat sie geöffnet. Und niemand hat das Recht, die Arme wieder zu schließen und Stopp-Schilder aufzubauen.
Ich denke an die vielen Frauen im Iran, die aufgestanden sind gegen das Regime der Mullahs. Die Kopf und Kragen riskiert haben, weil sie die Wahrheit sagen. Weil sie sich nicht einreden lassen wollen, dass sie minderwertig sind. Weil sie ihre Heilige Schrift, den Koran, nicht lesen als ein Buch der Unterdrückung, sondern als Botschaft, die den Menschen zu Gott führen will. Und nicht in die Folterkammer oder an den Galgen.
Immer wieder sind es Frauen, die den Finger in die Wunde legen. Die mutig voran gehen. Die sich nicht zermürben lassen. Die alles auf eine Karte setzen. Die weiterkämpfen, weiter Ausschau halten. Und oft genug auch einfach weiter sind. Weiter im Denken. Weiter im Fühlen. Weiter im Lieben. Davon könnte die Kirche, ja die ganze Welt eine Menge lernen. Ich hoffe, dass sie es irgendwann tut. Und ich hoffe, dass sie sich nicht entmutigen lassen, diese Frauen, dass sie nicht aufhören, aufzustehen und weiterzugehen. Die Frauen an den vielen Jakobsbrunnen dieser Welt.
Alexander Bergel
8. März
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Gebet, Musik & Poesie
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»Komm, Heiliger Geist, komm!« Dieses gesungenes Gebet zu Pfingsten
hören Sie hier.
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»Veni Sancte Spiritus!« Den kraftvollen Pfingsthymnus aus Notre-Dame de Paris
hören Sie hier.
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Am 2. Ostersonntag begegnet uns Jahr für Jahr der zweifelnde Thomas. Durch allen Zweifel hindurch ist er doch der sehnsuchtsvoll Glaubende. Oder wird es immer mehr. Thomas begegnet dem Auferstandenen, der ihm seine Wunden hinhält. »Sei nicht ungläubig, sondern gläubig«, ruft ihm Jesus zu. Und die Antwort? »Mein Herr und mein Gott!«
Von diesem Ringen, von dieser Sehnsucht und ihrer Erfüllung ist der Gesang »Adoro te devote – Gottheit tief verborgen« von Thomas von Aquin durchdrungen:
Kann ich nicht wie Thomas schaun die Wunden rot,
bet ich dennoch gläubig: Du mein Herr und Gott!
Tief und tiefer werde dieser Glaube mein,
fester lass die Hoffnung, treu die Liebe sein.
Sie finden diesen Gesang im Gotteslob unter der Nummer 497.
Hören können Sie ihn hier (Strophe 4, 2:42).
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»Weib, was weinest du?« Einer der berührendsten Gesänge zum Osterfest.
Es gäbe sicher nach wie vor so manches, was nicht nur Frauen in dieser Kirche zu beweinen hätten. Aber es gab und es gibt sie dennoch immer noch: die Verkünderinnen dieser einen unglaublichen Botschaft. Sollte deren Kraft, die schon einmal nicht nur Felsen vor Grabhöhlen in Bewegung brachte, nicht auch heute Steine wegzuräumen in der Lage sein?
Den Gesang aus den Osterdialogen von Heinrich Schütz können Sie hier hören.
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Ein Sehnsuchtslied – hier können Sie es hören.
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Hier hören Sie einen Gesang des Osnabrücker Jugendchors zum Karsamstag.
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Ein Klassiker zu Epiphanie.
Hier können Sie ihn hören
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Ein kleines musikalisches Juwel – entstanden in unserer Gemeinde.
Hier können Sie es hören.
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Erwartung bewegt …
Maria durch ein Dornwald ging,
Kyrie eleison.
Maria durch ein Dornwald ging,
der hat in sieben Jahrn kein Laub getragen.
Jesus und Maria.
Was trug Maria unter ihrem Herzen?
Kyrie eleison.
Ein kleines Kindlein ohne Schmerzen,
das trug Maria unter ihrem Herzen.
Jesus und Maria.
Da haben die Dornen Rosen getragen,
Kyrie eleison.
Als das Kindlein durch den Wald getragen,
da haben die Dornen Rosen getragen.
Jesus und Maria.
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Lied im Gotteslob Nr. 224
Text: August von Haxthausene
Das gesungene Lied finden Sie hier.
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Schaukasten-Gedanken
… können für einen kurzen Augenblick ansprechen oder irritieren
oder einfach nur Freude bereiten.
Hier finden Sie die schönsten Exemplare, die vor unseren Kirchen hängen,
zum Anklicken.
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