Werkstatt Globales Lernen
Donnerstag, 10. September
15 bis 17 Uhr
Medienstelle im Priesterseminar
Große Domsfreiheit 5/6
Was hat eine Stadt wie Osnabrück mit dem Kolonialismus zu tun? Kolonialisierung, deutsche Kolonien sind (nur) Themen der kolonialen und postkolonialen Geschichte? Deutschlandweit wird vielerorts mit zunehmender Intensität über den Umgang mit den Spuren der deutschen Kolonialgeschichte diskutiert, die tiefen Spuren sollen sichtbar gemacht werden, als Teile einer Erinnerungskultur wahrnehmbar werden.
In den Curricula einzelner Unterrichtsfächer (Geschichte, Politik, Erdkunde, Spanisch, Englisch, Religion) tauchen Kolonialismus, Postkolonialismus und Dekolonialisierung auf, aber nicht immer verpflichtend, oft im Zusammenhang mit Wahlmodulen oder am Rande.
Und doch: Koloniale Spuren prägen – oft unbewusst – in Sprache, Bildern, Machtverhältnissen und globalen Ungleichheiten, unser Denken, unsere Gesellschaft, auch unsere Schulen, unsere globalen Partnerschaften.
In dieser Werkstatt möchte ich sensibilisieren für den Themenbereich Kolonialisierung in Geschichte und Gegenwart, für Orte aus dem eigenen Umfeld mit kolonialen Spuren, für die Bedeutung postkolonialer Theologie auch im RU, für den Umgang mit Menschen aus ehemaligen Kolonialgebieten, für koloniale Tendenzen in der aktuellen Politik, für Projektarbeit/Partnerschaftsarbeit in Schule und Gemeinde.
Mit den vorgestellten Materialien und Methoden werden wir u. a. besprechen, wie wir mit Schüler:innen z.B. einen Dekolonialen Stadtrundgang erarbeiten können.
Andrea Tüllinghoff
Referentin für Globales Lernen mit Misereor
im Bistum Osnabrück