»Wir hatten gehofft dass es wenigstens zu Pfingsten weiter geht …« Ich weiß, dass viele sich das gewünscht hätten. Ich auch. Endlich wieder zusammenkommen. Endlich wieder in großer Runde Gottes Wort hören. Endlich wieder gemeinsam singen. Endlich wieder die Kraft Gottes nicht nur zu Hause, sondern in gewohnter Weise in der Kirche erleben. Wenn schon nicht zu Ostern, dann doch wenigstens an Pfingsten! An diesem kraftvollen Fest, das keine verschlossene Tür überleben lässt.

Wir haben uns anders entschieden. Zumindest vorerst. (Und Fronleichnam geht es auch bei uns weiter!) Aber Pfingsten kommt trotzdem. Und damit die Frage: Wie feiern wir es? Viele Menschen haben uns berichtet, wie sie die Österlichen Tage erlebt und gefeiert haben. Auch mit unseren Liturgievorschlägen. Das hat uns ermutigt, es zu Pfingsten wieder zu versuchen. Und so finden Sie hier die Pfingstnovene, die Pfingstvigil und Vorschläge für die Pfingsttage.

Seit einigen Jahren schon beten wir in unserer Pfarrei an den Abenden zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten die Pfingstnovene und erinnern damit an die neun Tage (lat. noveni = jeweils neun), die Maria und die Apostel in Jerusalem versammelt waren, um nach der Himmelfahrt Jesu auf die Kraft aus der Höhe, den Heiligen Geist, zu warten. Diese sehr stimmungsvollen Gottesdienste, die immer von einer Reihe Frauen und Männer vorbereitet und geleitet wurden, haben sich in der Vergangenheit zunehmender Beliebtheit erfreut. Auch für dieses Jahr hatten wir eigentlich etwas sehr Schönes geplant. Auf dieser Seite finden Sie nun einige kurze Gedanken und Gebetsimpulse für das Beten zu Hause.

Die Pfingstvigil – ähnlich wie die Christmette zu Weihnachten und die Osternacht ein nächtlicher Gottesdienst mit vielen Lesungen und Gesängen – führt in verdichteter Form auf das Pfingstfest zu. Gottes Handeln mit seinem Volk in der Kraft des Geistes wird bedacht und neu erbeten. Eine spannende Liturgie, die am Ende die Erwartung des Geistes offen hält und in dieser Spannung am Pfingstfeuer eine Ahnung von dessen unbändigen Kraft schenkt. In diesem Jahr leider auch nicht in großer Runde möglich – aber vielleicht bei Ihnen zu Hause! Warum nicht auch bei einem Feuer und mit einem guten Glas Wein?

Der Pfingsttag beschreibt und besingt den Geist Gottes in all seiner Kraft und aller Unverfügbarkeit. Und will einen Raum schaffen, ihm konkret zu begegnen. Mit diesem Tag endet die 50 tägige Osterzeit. Der Auferstandene sendet seine Jünger in die Welt hinaus und begleitet sie mit seinem langen, lebensspendenden und ermutigendem Atem.

Am Pfingstmontag schließlich waren wir immer in noch größerer Runde im Garten des Klosters Nette zusammen, um gemeinsam mit Christinnen und Christen aller Konfessionen das Verbindende des Heiligen Geistes zu erleben und zu feiern. Auch das ist – wie so vieles andere – in diesem Jahr nicht möglich. Eine Aktion, die sich Verantwortliche der Ökumene von Bistum und Landeskirche überlegt haben, aber schon.

Das Manuskript mit Pfingstnovene, Pfingstvigil und den Feiern am Pfingstsonntag und Pfingstmontag finden Sie hier. In den Kirchen liegen auch gedruckte Exemplare zum Mitnehmen bereit.

Für Familien hat Gisela Schmiegelt hier ein kleines Angebot zusammengestellt.

Hier finden Sie Gebet und Lied am Pfingstmontag und den Link zur Aktion »Tauben im Fenster«.