Senioren erzählen und zeigen, was ihnen heilig und wichtig ist
Besondere Ausstellung in Christus König

19. April bis 3. Mai
9 bis 18 Uhr
Christus-König-Kirche

22. und 29. April
16 bis 17 Uhr
Begegnung und Gespräch

Was ist mir heilig? Was ist so wertvoll für mich, dass ich es nicht missen möchte? Was begleitet und trägt mich durchs Leben? Diese Fragen haben sich jetzt Bewohnerinnen und Bewohner des Seniorenzentrums St. Franziskus gestellt. Und sie haben Ehrenamtlichen des Caritas-Teams »Wünsch dir was« unserer Pfarrei ihre Lebensgeschichten erzählt – ihre Erfahrungen und Erinnerungen, ihre Werte und Überzeugungen, denen sie treu geblieben sind.

Die Ehrenamtlichen haben diese Geschichten aufgeschrieben. Es sind berührende Erinnerungen und Erkenntnisse aus fast einem Jahrhundert Leben. Erzählt werden sie jeweils anhand eines Gegenstandes, der den Bewohnerinnen und Bewohnern so wichtig ist, dass er mit ihnen in ihr Zimmer im Seniorenheim gezogen ist, sie begleitet und ihnen Kraft gibt – wie zum Beispiel ein alter Teddybär, ein Gedicht, eine Heiligenfigur, ein Foto, eine selbstgenähte Kinderschürze. Fotografin Marion Lahrmann hat die Gegenstände in Szene gesetzt. In einer Ausstellung werden die Bilder und die dazugehörigen Geschichten nun in der Christus-König-Kirche gezeigt.

Entstanden ist die Idee zu der Ausstellung durch eine Fortbildung mit der Osnabrücker Märchenerzählerin Sabine Meyer zum Thema Biografisches Erzählen. Als Rednerin hat Meyer die Ausstellung mit eröffnet. Die professionelle Erzählerin erklärt: »Ein Leben hinterlässt Spuren. Diese Spuren können zu erzählten Bildern und Geschichten werden. Wer erzählt, erkennt sich als Mensch, als Individuum, als Akteur. Und wer sich aktiv fühlt, gewinnt Lebensqualität und Lebensfreude.«

Das können die Ehrenamtlichen der »Wünsch-dir-was-Gruppe« nur bestätigen: »Es hat so viel Freude gemacht, die Interviews zu führen. Es steckt so viel Leben in diesem Haus«, erzählt Marion Plegge vom Caritasteam und zeigt sich begeistert von der Offenheit der Senioren und der Vielfalt der Geschichten. Und auch die Bewohner waren gerührt, dass ihre Geschichten, ihre Erinnerungen, ihr Leben auf diese Weise weitergegeben wird – dass ihre Geschichten bleiben. Dass das, was ihnen heilig und wichtig ist, sie überleben wird.

Die Ausstellung ist vom 19. April bis zum 3. Mai zu sehen. Am Mittwoch, 22. April und am Mittwoch, 29. April gibt es zudem von 16 bis 17 Uhr die Möglichkeit, mit den Initiator:innen in der Kirche über die Ausstellung ins Gespräch zu kommen.

Die Caritasgruppe unserer Pfarrei