Erinnerung an die Verbrechen der Nationalsozialisten
und ihre Opfer
Unzählige Synagogen in Deutschland brannten in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938. Auch in Osnabrück wurden jüdische Bürgerinnen und Bürger verhaftet und das jüdische Gotteshaus an der heutigen Alten-Synagogen-Straße in Brand gesetzt.
Neben der zentralen Gedenkfeier der Stadt Osnabrück gibt es weitere Veranstaltungen, die das Gedenken bewahren und die Sensibilität für Ereignisse in unseren Tagen fördern wollen.
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Gedenkfeier mit Osnabrücker Schule und Kranzniederlegung
Montag, 9. November
16:30 Uhr
Schlossaula
Die zentrale Gedenkfeier erinnert an die Verbrechen und ihre Opfer und wird jährlich von Osnabrücker Schulen gestaltet.
Mit dem Titel »Nie wieder ist jetzt!« präsentieren Schüler des Gymnasiums In der Wüste in diesem Jahr ein szenisches Spiel mit musikalischer Begleitung. Im Mittelpunkt stehen die offene Verfolgung, Ausgrenzung und Vernichtung der Juden, unter anderem am Beispiel des Osnabrückers Peter van Pels.
Die Veranstaltung wird von einer Ausstellung verschiedener Kunstexponate zum Thema »Menschenwürde in der Geschichte und Gegenwart« begleitet.
Im Anschluss führt ein Gedenkgang zum Ort der zerstörten Synagoge mit der Kranzniederlegung am Mahnmal Alte Synagoge und dem Sprechen der Gebete.
Eine Anmeldung ist erforderlich per Telefon unter 0541 323-2462 oder per Mail unter .
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Lesung »Die Akte Georges Schaltenbrand ist noch nicht geschlossen«
Samstag, 31. Oktober
20 Uhr
Lagerhalle
Rolandsmauer
Die Schriftstellerin Theresa Sperling gibt Einblicke in Tagebucheinträge und Korrespondenzen mit ihrem Großvater Georges Schaltenbrand. Dieser führte als Neurologe im Rahmen seiner Multiple-Sklerose-Forschung Menschenversuche durch.
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Konzert »Nur seine Geige ist geblieben«
Montag, 2. November
19 Uhr
Jüdische Synagoge
In der Barlage 41-43
An das Leben und Schicksal des Holocaust-Opfers Itzhak Orloff erinnern Roman Salyutov (Moderation und Klavier) und Alexander Lifland (Violine) in der Jüdischen Gemeinde Osnabrück mit dem moderierten Konzert »Nur seine Geige ist geblieben«.
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Matinee »Peter van Pels«
Sonntag, 8. November
11:30 Uhr
Theater am Domhof
Peter van Pels war der Junge aus Osnabrück, in den sich Anne Frank im Amsterdamer Versteck verliebte und der mit nur 18 Jahren im Konzentrationslager Mauthausen starb. An dieser Matiniee beteiligen sich die Jüdische Gemeinde und Osnabrücker Schulen.
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Vortrag über Hans Calmeyer
Montag, 16. November
18:30 Uhr
Volkshochschule
Bergstraße 8
CDU-Politiker Mathias Middelberg und Autorin Melissa Müller beleuchten die Schicksale von Anne Franks Schulfreundin Janette Blitz und der Berliner Schauspielerin Camilla Spira.
Über beide urteilte der Osnabrücker Jurist Hans Calmeyer in der Den Haager NS-Besatzungsverwaltung bei »rassischen Zweifelsfällen« – im Fall Spira positiv, bei Blitz negativ. Der Vortrag geht der Frage nach, warum Calmeyer so unterschiedlich entschied.