Vorstellung im September

Am 25. September 2026 wird in Münster eine neue Studie zum Thema Geistlicher Missbrauch vorgestellt. Das hat die Universität Münster jetzt bekannt gegeben. Das Projekt »Geistlicher Missbrauch in Geistlichen Gemeinschaften« untersucht das Phänomen geistlichen bzw. spirituellen Missbrauchs exemplarisch in den Diözesen Osnabrück und Münster anhand zweier Geistlicher Gemeinschaften, in denen es geistlichen Missbrauch gegeben hat.

Die Studie war bereits 2022 gemeinsam von den Bistümern Münster und Osnabrück sowie dem Orden der Thuiner Franziskanerinnen und der Deutschen Bischofskonferenz in Auftrag gegeben worden. Sie wird an der Universität Münster unter der Leitung von Prof. Dr. Judith Könemann durchgeführt.

Besondere Aufmerksamkeit finden dabei – neben Arbeiten an der begrifflichen Klärung des Phänomens »geistlichen/spirituellen Missbrauchs« – insbesondere die Untersuchung der Bedingungen und Faktoren für die Entstehung und Aufrechterhaltung geistlichen Missbrauchs sowie die Analyse religiöser Praktiken, theologischer Überzeugungen und anthropologischer Konzepte, die diesen begünstigen.

Das Projekt will mit der Untersuchung auch zur Entwicklung von Präventionsmaßnahmen zur Verhinderung geistlich/spirituellen Missbrauchs in geistlicher Begleitung und in der Pastoral beitragen. Der ursprünglich vorgesehene Projektzeitraum von drei Jahren wurde um ein Jahr bis Ende 2026 verlängert.

Im Bistum Osnabrück hat Bischof Dominicus Meier OSB jetzt eine interne Arbeitsgruppe damit beauftragt, im Vorfeld geeignete Maßnahmen zu entwickeln, um im Zusammenhang mit der geplanten Veröffentlichung insbesondere Betroffene geistlichen Missbrauchs sowie möglicherweise irritierte Gemeinden und Einrichtungen zu unterstützen. Bei Fragen oder Anregungen an die Gruppe steht als Ansprechperson der Ombudsmann für Betroffene im diözesanen Schutzprozess, Simon Kampe, zur Verfügung.

Weitere Informationen zum Projekt »Geistlicher Missbrauch in Geistlichen Gemeinschaften« an der Universität Münster finden Sie hier.

Weitere Informationen zum Schutzprozess gegen sexualisierte Gewalt und geistlichen Missbrauch im Bistum Osnabrück finden Sie hier.