Gemeinsam ins Kino gehen
Man müsste eigentlich viel öfter ins Kino gehen! Finden Sie nicht auch? Es kommt aber immer wieder etwas dazwischen? Oder Sie haben gerade niemanden, der sich für Filme interessiert, die Sie spannend finden? Dann haben wir vielleicht etwas für Sie! Wir starten ein neues Format, das eigentlich ganz simpel ist: Wer Lust hat, sich mit anderen Menschen aus der Gemeinde einen Kinofilm anzuschauen, kommt einfach dorthin. Ohne Anmeldung, ohne Verpflichtung, geplant oder spontan – so wie Sie mögen.
Wir treffen uns jeweils 20 Minuten vor Beginn an der Kinokasse (Cinema Arthouse: Erich-Maria-Remarque-Ring, Hall of Fame: Theodor-Heuss-Platz, Filmtheater Hasetor: Hasestraße). Jede:r kauft seine Kinokarte selbst. (Am besten schaut man vorher auf der Homepage des jeweiligen Kinos nach, ob noch Karten verfügbar sind (was meistens der Fall ist) oder ruft vorher dort an.) Dann gehen wir gemeinsam in den Film, und wer nachher Lust hat, über das Gesehene zu sprechen, bleibt einfach noch auf ein Getränk in der Kinokneipe oder anderswo.
In den ausgewählten Filmen geht es im weitesten Sinne meist um die Frage nach dem Sinn des Lebens, um das Miteinander in der Gesellschaft, um Respekt und Toleranz, und gelegentlich tauchen auch mehr oder weniger offensichtliche theologische Gedanken auf. Ums Nachdenken geht es also – aber auch darum, einfach einen schönen Abend miteinander zu verbringen. Noch Fragen? Dann wenden Sie sich gerne an Pfarrer Alexander Bergel. Auch dann, wenn Sie sich eine Eintrittskarte vielleicht nicht so einfach leisten können.
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Vaterland
Termin noch offen (Kinostart: 3. September)
Cinema Arthouse
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs begeben sich Literaturnobelpreisträger Thomas Mann (Hanns Zischler) und seine Tochter, die Schauspielerin, Autorin und Kabarettistin Erika (Sandra Hüller), auf eine Reise durch ein Deutschland in Trümmern – von Frankfurt in der amerikanischen Besatzungszone bis ins sowjetisch kontrollierte Weimar.
Zum Goethe-Jubiläum wünscht man sich auf beiden Seiten der innerdeutschen Grenze Worte des Trostes, der Zustimmung und der Vergebung vom größten aller Erzähler. Zwischen euphorischen Wagner-Erben und literarisch versierten Generälen wird Deutschlands wichtigster Schriftsteller hofiert und manchmal auch beschimpft, während das Drama seiner eigenen Familie leise eskaliert.
Es ist das erste Mal seit dem Krieg, dass Thomas Mann in sein Heimatland zurückkehrt, aus dem er einst ins Exil geflohen war. Eine Reise in die verwundete deutsche Seele, die heilen soll – sie wird für Erika und den Zauberer, wie seine Kinder Thomas Mann oft nannten, zu einer Reise ins Innerste. (Quelle: Verleih)
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The Uprising – Für die Freiheit
Termin noch offen (Kinostart: 10. September)
Cinema Arthouse
England im 14. Jahrhundert: eine verheerende Pestwelle hat große Teile der Bevölkerung ausgelöscht. Die Menschen leiden unter der erdrückenden Steuerlast und sozialer Ungerechtigkeit. Wut und Verzweiflung über die tyrannische Herrschaft des jungen Königs Richard II. breiten sich immer mehr im ganzen Land aus.
Der einfache Bauer Ploughman (Andrew Garfield) gerät ins Zentrum des Bauernaufstands von 1381, als er sich einer Gruppe von Rebellen anschließt. Angeführt werden sie von Wat Tyler (Cosmo Jarvis) und dem charismatischen Prediger John Ball (Jamie Bell), die das Volk zum Widerstand gegen die Krone aufrufen.
Gemeinsam ziehen die Aufständischen nach London, wo sich der Zorn über die korrupten Machthaber in brutalen Kämpfen entlädt. Angesichts der eskalierenden Gewalt sieht sich der König gezwungen, Verhandlungsbereitschaft zu zeigen. Wird es den Bauern gelingen, den Kampf für Freiheit und Gleichheit zu gewinnen? (Quelle: Verleih)
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Der Name der Rose
Dienstag, 6. Oktober
19 Uhr
Hall of Fame
Anno Domini 1327, letzte Novemberwoche, in einer reichen Benediktinerabtei an den Hängen des Apennin.
Bruder William von Baskerville (Sean Connery), gelehrter Franziskaner aus England, kommt als Sonderbotschafter des Kaisers in delikater Mission: Er soll ein hochpolitisches Treffen zwischen der Ketzerei verdächtigten Minoriten und Abgesandten des Papstes organisieren. Doch bald erweist sich sein Aufenthalt in der Abtei als apokalyptische Schreckenszeit. William und sein Gehilfe Adson (Christian Slater) werden Zeugen der wundersamsten und für eine Abtei höchst befremdlichen Begebenheiten und Todesfälle.
William wird vom Untersuchungsfieber gepackt: Weit mehr als der Streit zwischen Kaiser und Papst interessiert ihn die Entlarvung des Mörders und dringt dabei immer tiefer ein in die Geheimnisse der Abtei. Und er muss ich beeilen: sein ärgster Widersacher Bernardo Gui (F. Murray Abraham), ein erbarmungsloser Hexen- und Ketzerjäger, wähnt hinter den Vorfällen den Teufel am Werke und hat rasch seine Sündenböcke gefunden (Quelle: Verleih).
40 Jahre nach seiner Erstausstrahlung ein Blick auf die Kämpfe in der Kirche und Wahrheit und Macht, Armut und Reichtum.
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Island 63° 66° N
Montag, 23. November
20 Uhr
Hall of Fame
Eine bildgewaltige Filmreise auf der größten Vulkaninsel unseres Planeten.
Ein Journalist hat geschrieben: „Stefan Erdmann hat aus dem Naturkunstwerk Island ein einzigartiges Film- und Musik-Erlebnis geschaffen, das die Sinne berührt. Eine Hommage an Island und unseren Planeten. Gebannt sitzt man da und lauscht den Kommentaren Erdmanns und kann kaum fassen, was auf der Leinwand zu sehen ist.“
Stefan Erdmann präsentiert seine faszinierende Live-Film-Show mit spektakulären Filmaufnahmen. Er kennt Island zweifelsohne besser als viele Isländer selbst, denn er hat die größte Vulkaninsel unseres Planeten in den letzten 15 Jahren fast 30mal bereist und in sagenhaften Momenten erlebt und gefilmt. (Quelle: Verleih)
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Bereits gesehene Filme
Was haben wir gelacht
Sonntag, 26. Juli
12 Uhr
Cinema Arthouse
Die Dokumentation erzählt die Geschichte des Unterhaltungsfernsehens der 90er- und frühen 00er-Jahre erstmals aus Frauenperspektive.
Maren Kroymann, Hella von Sinnen, Bettina Böttinger, Gaby Köster und Esther Schweins blicken zurück auf ihr Werk und eine Zeit, in der Frauen im Fernsehen vor allem Beiwerk waren, als Pointen dienten und weiblicher Humor als Quotenkiller galt. Eine ganze Generation wurde so vor allem durch männliche Unterhalter sozialisiert – durch „Wetten, dass …?“, die „Harald Schmidt Show“ und später „TV total“.
Wie hat uns diese Zeit geprägt? Und was haben Humor, Witz und Unterhaltung mit Macht und Gleichberechtigung zu tun? Dieser Film ist eine Zeitreise zurück zu den Lachern der 90er und 00er. „Was haben wir gelacht“ – oder vielleicht doch nicht? (Quelle: Verleih)
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Bitteres Fest
Mittwoch, 5. August
19:30 Uhr
Cinema Arthouse
Zwei Zeitebenen und zwei Perspektiven verweben sich zu einem vielschichtigen Spiel zwischen Realität und Fiktion: Die erfolgreiche Werbefilmregisseurin Elsa stürzt sich nach dem Tod ihrer Mutter in ihre Arbeit, ohne sich Raum zum Trauern zu geben.
In einer anderen Zeit in der gleichen Stadt arbeitet der erfolgreiche Autor und Regisseur Raúl Durán, der gegen eine lange kreative Krise ankämpft, an seinem neuen Werk – und schreibt genau jene Geschichte, die Elsas Leben erzählt. (Quelle: Verleih)
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Die Odyssee
Freitag, 7. August
16:30 Uhr
Cinema Arthouse
Nach dem Trojanischen Krieg möchte König Odysseus (Matt Damon) wieder zu seiner Familie zurückkehren. Doch der Heimweg wird schwieriger als erwartet, denn Odysseus steht ein langes Abenteuer voller Gefahren bevor (Quelle: Verleih). Ein Stoff, in dem es ums Ganze geht.
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Akten des Missbrauchs
Sonntag, 16. August
11:30 Uhr
Cinema Arthouse
Der Dokumentarfilm von Correctiv folgt der Spur geheimer Kirchendokumente bis hinter die Mauern des Vatikans. Während die Kirche weiter Papst Benedikt XVI. schützt, stößt die Recherche auf brisante Belege: Ein von ihm unterzeichnetes Schreiben führt zu einem geheimen Archiv, in dem Verbrechen weltweit dokumentiert werden. Die investigative Dokumentation führt bis an die Spitze der Kirche – und stellt die Frage nach Verantwortung im Umgang mit Missbrauch.
Ein Zufallsfund eröffnet die Spur zu einem geheimen Vatikan-Archiv: Darin lagern Dokumente über unzählbare Verbrechen im Namen der katholischen Kirche. Die Geschichte beginnt bei Andreas Perr aus Bayern. Er wurde als Kind von seinem Priester missbraucht. Die Folgen dieser Taten begleiten ihn bis heute. Obwohl die Taten strafrechtlich verjährt sind, sucht Perr nach Wiedergutmachung. Vor Gericht fordert er deshalb Schmerzensgeld vom Erzbistum München und Freising.
Die Dokumentation verfolgt die Spuren des Verfahrens, stößt auf einen brisanten Brief des ehemaligen Papst Benedikt XVI. und von dort auf immer mehr interne Schreiben der Kirche, die in ein Netzwerk rund um den Globus führen: in die USA, nach Italien, Portugal, bis nach Kolumbien. Überall zeigt sich ein ähnliches Muster. Vorwürfe gegen Priester werden gemeldet, Berichte verfasst und nach Rom geschickt – doch Konsequenzen bleiben aus oder verzögern sich über Jahre. Täter werden geschützt.
Im Mittelpunkt dieser akribischen Erfassung des Missbrauchs: der Vatikan. In den Archiven des Vatikans lagern bis heute Akten, Briefe und Protokolle des Missbrauchs – Zeugnisse von Verbrechen, Wissen und Entscheidungen. Wie viel wusste die Kirche? Und wer entschied, welcher Täter verfolgt werden sollte, wer unbehelligt bleiben durfte, was verborgen bleibt?
Akten des Missbrauchs: Die Geschichte eines organisierten Verbrechens im Vatikan erzählt von Menschen, die das Schweigen brechen: von Betroffenen, die für Gerechtigkeit kämpfen, von Initiativen, die eigene Archive aufbauen, und von Journalisten, die trotz Widerständen weiter recherchieren. Der Film legt die Strukturen eines Missbrauchs-Systems offen, das jahrzehntelang funktionieren konnte, weil es im Verborgenen blieb. Eine investigative Reise in das Machtzentrum der Kirche – und zu der Frage, wie lange dieses Archiv noch verschlossen bleiben darf.
Die Veranstaltung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Betroffenenrat Nord, der unabbhängigen. Vertretung für Betroffene von sexuellem Missbrauch in den Bistümern Osnabrück & Hildesheim und im Erzbistum Hamburg.
Das anschließendem Filmgespräch führen Marcus Bensmann (oder eine andere Mitarbeiterin) von Correctiv, Simon Kampe (Ombudsmann für Betroffene im Schutzprozess des Bistums Osnabrück sowie Ilona Düing und Max Ciolek vom Betroffenenrat Nord.
Weitere Informationen zum Projekt
finden Sie hier.
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Jud Süß
Dienstag, 25. August
18 Uhr
Vortragssaal des Museumsquartiers
Lotter Straße 2
1940 schuf Veit Harlan im Auftrag der deutschen Reichsregierung den nationalsozialistischen Propagandafilm Jud Süß.
Der Antisemitische Spielfilm ist an die historische Figur des Joseph Süß Oppenheimer (1698–1738) angelehnt, entspricht jedoch nicht den überlieferten Quellen. Diese legen nahe, dass Süß Oppenheimer lediglich als Sündenbock für die Verfehlungen des Herzogs Karl Alexander von Württemberg (1684–1737) büßen musste.
In der Veranstaltung, die im Rahmen der Ausstellung Van den Yoden stattfindet, wird diskutiert, inwieweit Bilder des mittelalterlichen Judenhasses in der NS-Propaganda aufgenommen und weitertransportiert wurden. Jud Süß gehört zu den Vorbehaltsfilmen der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, die in Deutschland nicht für den Vertrieb freigegeben sind und nur mit Zustimmung der Stiftung unter den von der Stiftung festgelegten Bedingungen gezeigt werden dürfen (Quelle: Museumsquartier).
Der Eintritt ist frei.
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Spaziergang nach Syrakus
Dienstag, 1. September
17:30 Uhr
Fimtheater Hasetor
Der Film erzählt von unstillbarer Sehnsucht und großem Mut, von tiefer Liebe und inniger Loyalität – und vom Wunsch, die Welt zu sehen, ohne die Heimat zu verlieren. Der Film entstand nach Motiven des Romans „Der Spaziergang von Rostock nach Syrakus“ von Friedrich Christian Delius, der wiederum auf der realen Flucht von Klaus Müller beruht. Mit feinem Humor und großen Emotionen blickt der Film auf deutsche Geschichte – und verhandelt dabei erstaunlich gegenwärtig das Spannungsfeld zwischen Freiheit und Zugehörigkeit sowie die Frage, wie weit man gehen kann, ohne den anderen zu verlieren. (Quelle: Verleih)