pax Christi lädt ein
zu einem geführten Ausstellungsbesuch

Donnerstag, 2. Juli
16 Uhr
Kulturgeschichtlichen Museum

15:45 Uhr
Treffen am Akzisehaus

2026 jährt sich das jähe Ende der ersten jüdischen Gemeinde in Osnabrück zum 600. Mal. Die derzeitige Sonderausstellung im Kulturgeschichtlichen Museum erinnert an die Geschichte der ersten jüdischen Gemeinde(n) in Osnabrück. Im christlich-jüdischen Miteinander kontrastierte die gelebte Nähe mit einem tiefen Misstrauen zwischen beiden Religionen. Antijudaismus war Alltag.

Die Ausstellung ermöglich einen vergleichenden historischen Rückblick vor dem Hintergrund der aktuellen bundesdeutschen Gesellschaft, die durch ihre kulturelle und religiöse Vielfalt geprägt ist und zeigt anhand ausgewählter wertvoller historischer Originalexponate des Spätmittelalters, die bislang noch nie gemeinsam in einer Präsentation gezeigt worden sind, die Geschichte der jüdischen Gemeinde im mittelalterlichen Osnabrück in ihren wesentlichen Phasen. Sie veranschaulicht, wie eng religiöse, gesellschaftliche und wirtschaftliche Fragen miteinander verflochten waren – und wie fragile Toleranz und offene Ablehnung nebeneinander bestehen konnten.

Die Teilnahme an der Führung ist kostenlos. Im Anschluss an die Führung bietet sich die Möglichkeit zum Austausch bei einem Getränk in der Lagerhalle, bei schönem Wetter auch davor.

Anmeldungen sind möglich bis zum 30. Juni im pax christi-Büro per Telefon (0541 21775) oder per E-Mail (). Bitte geben Sie dabei an, ob Sie am Austausch in der Lagerhalle teilnehmen werden.

Weitere Begleitveranstaltungen zur Ausstellung wie einen Stadtrundgang, eine Podiumsdiskussion oder das gemeinsame Schauen des NS-Propagandafilms Jud Süß finden Sie hier.

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Bild: Sechs Juden verzehren das Pessach-Lamm
Antijüdische Darstellung aus dem um 1300 in Rulle entstandenen
Codex Gisle